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Stormarn Reinfelder suchen das richtige Tempo
Lokales Stormarn Reinfelder suchen das richtige Tempo
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20:58 31.10.2013
„Parkbuchten in die Neuhöfer Straße — und Tempo 50 zulassen.“ Torsten Fuhr, CDU

Einmal mehr hat das Tempolimit in der Reinfelder Innenstadt die Kommunalpolitik beschäftigt. Eine endgültige Entscheidung darüber, wie schnell in Neuhöfer und Paul-von-Schoenaich- Straße künftig gefahren werden darf, ist aber auch bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung nicht getroffen worden. Die liegt allerdings auch nicht in ihren Händen, sondern bei der Verkehrsaufsicht des Kreises.

Die Bürger der Stadt drängen auf eine Lösung. So mahnte Kai-Uwe Schlesiger, Schulelternbeirat an der Matthias-Claudius- Schule, jetzt an: „In der Neuhöfer Straße steht inzwischen zwar eine Ampel, aber die ist nicht angeschaltet.“ Dabei gehe es doch um die Sicherheit für die Grundschüler, die dort auf dem Schulweg die Straßenseite wechseln. Hintergrund für die unlängst angeschaffte provisorische Ampel sei der Widerspruch zwischen Ampel und Zebrastreifen. „Beides geht nicht“, sagte Bürgermeister Gerhard Horn. Zunächst müsse geklärt werden, ob die Neuhöfer Straße weiterhin als Vorfahrtsstraße mit den dort erlaubten 50 Stundenkilometern gilt oder nicht.

Nach der auf dieser Sitzung geführten Diskussion deutet vieles darauf hin, dass die von Christdemokrat Torsten Fuhr vorgetragene Lösung den meisten Zuspruch findet: „Wir sollten in der Paul-von-Schoinaich-Straße weniger als 30 als Spitzengeschwindigkeit formulieren, in der Neuhöfer 50 zulassen, dort aber Parkbuchten einbauen.“ Allerdings gibt es auch Meinungen, dass in der Schoenaich-Straße durchaus 50 km/h zugelassen werden könnten, „weil die Straße ohnehin verkehrsberuhigt sei“, wie Sabine Nauruhn (Grüne) anmerkte. Damit könnten Geschäftsleute wie Ewald Eden von der Buchhandlich Michaels besser leben als mit einer zulässigen Maximalgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern. „Wer mit 20 durch die Straße fahren muss, bekommt das unangenehme Gefühl, ein Störfaktor zu sein“, glaubt Eden. Eine solche Einschränkung wäre für die Geschäftswelt wenig förderlich. Dahinter steckt die Furcht, dass die automobile Laufkundschaft ausbleibt, wenn sie sich im Herzen Reinfelds unwohl fühle.

Gegen zulässige 50 Stundenkilometer hat sich allerdings auch Sozialdemokrat Rolf-Jürgen Hanf ausgesprochen. Dort gingen noch mehr Kinder auf ihrem Schulweg entlang. Zudem sollen die Menschen überall in der Stadt die Straße überqueren können. Das sei bei höheren erlaubten Geschwindigkeiten dann aber richtig gefährlich.

Uwe Krog

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