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Stormarn Reinfelds Bürgervorsteher will die Atmosphäre verbessern
Lokales Stormarn Reinfelds Bürgervorsteher will die Atmosphäre verbessern
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20:46 13.06.2017
Reinfeld

Gerd Herrmann (SPD) will vermitteln. „Es hat in der Vergangenheit eine gute Arbeitsatmosphäre gegeben“, betont der Reinfelder Bürgervorsteher mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen in der Kommunalpolitik, bei der zunehmend die Verwaltung und Bürgermeister Heiko Gerstmann (SPD) in den Mittelpunkt der Kritik geraten sind. Auch Gerd Herrmann übt zwar Druck auf den Verwaltungschef aus: „Wir brauchen die Eröffnungsbilanz und den Haushalt 2017.“ Rücktrittsforderungen, die es bereits gegeben hat, hält er aber für überzogen.

Wünscht sich mehr Achtung und Respekt bei Auseinandersetzungen: Gerd Herrmann. Quelle: Fotos: M. Thormählen

Nach den Worten des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung haben die Kommunalpolitiker in der Vergangenheit zunächst miteinander gesprochen, bevor Themen an die Öffentlichkeit gerieten: „Und dieser Austausch hat gut funktioniert.“ Es könne nicht sein, dass diese Stimmung kippe. Eine Übereinstimmung bei wichtigen Themen habe die Stadt in der Vergangenheit stets vorangebracht.

„Handeln und Arbeit der Verwaltung und des Bürgermeisters sind nicht jenseits von jeder Kritik“, unterstreicht der Bürgervorsteher. Es komme allerdings darauf an, wie diese Kritik deutlich gemacht werde. Gerd Herrmann weist auf die Entscheidung der Stadtverwaltung hin, den Schwerlastverkehr für eine Baustelle über die Bergstraße und nicht über den Parkplatz am alten Rathaus zu leiten: „Es ist durchaus legitim, anderer Meinung zu sein. Aber die Verwaltung hat sich entschieden und das ist zu akzeptieren.“

Bürgermeister Gerstmann, so der Bürgervorsteher, sei vor drei Jahren mit einem guten Ergebnis von den Bürgern gewählt worden. „Ich verstehe nicht, in welcher Position Herr Löper (Vorsitzender der Wählerinitiative Reinfeld, Anm. d. Redaktion.), sich wähnt, wegen der Bergstraße den Rücktritt des Bürgermeisters zu fordern“, sagt Gerd Herrmann. Da sei es wohl nur darum gegangen, dass jemand „sein Mütchen“ kühlen wollte. „Ein wenig Achtung vor dem Amt des Bürgermeisters muss schon sein, weil es ja erarbeitet wurde. Wir als gewählte Stadtverordnete erwarten ja auch etwas Respekt.“

Den Rücktritt des Bürgermeisters hatte auch der CDU-Vorsitzende Lorenz Hartwig gefordert, nachdem bekannt geworden war, dass die Eröffnungsbilanz der Stadt nicht – wie zunächst angekündigt – von der Verwaltung bis zum 30. Juni vorgelegt werden könne. „Auch diese Rücktrittsforderung ist überzogen“, so der Bürgervorsteher. Die fehlende Eröffnungsbilanz und auch der noch ausstehende Haushalt für das laufende Jahr „sind eine total ärgerliche Sache“.

Gerd Herrmann erinnert dabei an die Planungen, nach denen Schüler der Erich-Kästner-Schule Räume in der nahen Immanuel-Kant- Schule nutzen sollen. Dafür sollte in den freien Räumen der Kästner-Schule ein Jugendzentrum eingerichtet werden: „Die Pläne sind fertig, aber wir können sie nicht umsetzen, weil wir immer noch keinen Haushalt haben.“

Es habe allerdings in der Kämmerei im Rathaus eine höchst schwierige personelle Situation gegeben, so Gerd Herrmann weiter. „Doch die Kritik am Bürgermeister wird daran nichts ändern.“ DieVorlage der unbedingt notwendigen Eröffnungsbilanz mit dem Vermögen und dem Schuldenstand der Stadt sei ein aufwändiges Verfahren.

Der Bürgervorsteher will weiterhin Gespräche mit den Mitgliedern der anderen Fraktionen und dem Bürgermeister führen. Und dabei gehe es auch um die „gute Arbeitsatmosphäre“ in der Reinfelder Kommunalpolitik.

Michael Thormählen

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