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Stormarn Reinfelds Kleiderkammer öffnet jetzt im Alfapark
Lokales Stormarn Reinfelds Kleiderkammer öffnet jetzt im Alfapark
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20:22 18.03.2016
Turnschuhe und Jeans sind zurzeit gefragt. „Die jungen Leute wollen eben auch modern gekleidet sein“, sagt Ingrid Baumgart (Mitte). Quelle: ukk

An der Lokfelder Straße in Reinfeld ist es ruhiger geworden. Denn die Helferinnen und Helfer vom Roten Kreuz sind mit ihrer Kleiderkammer in den Alfapark schräg gegenüber umgezogen. Beim Haupteingang in der Schillerstraße können Bedürftige und Flüchtlinge ab sofort Kleidung bekommen.

Kleiderkammer-Chefin Ingrid Baumgart ist happy: „Endlich haben wir wieder genügend Platz.“ Mit der sprunghaft angestiegenen Zunahme der Flüchtlinge platzte die alte Ausgabestelle aus allen Nähten.

Zweimal die Woche Gedrängel auf drei Etagen. „Das war nicht mehr zu stemmen“, sagt die Helferin. „Pro Ausgabe kamen bis zu 66 Leute.“

In Nussveredler und Alfaparkbetreiber Armin Adib-Moghaddam fand Reinfelds Rotkreuz-Chefin Cordula Andjelic-Neumann einen verständigen Helfer. „Er war sehr entgegenkommend“, berichtet sie. Ein guter Vermieter sei er. Nun haben die Helfer einen Vertrag über fünf Jahre. Die Miete zahlt zu 80 Prozent die Stadt Reinfeld, zu 20 Prozent das Amt Nordstormarn. Die Ausgabezeiten sind jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 14 bis 16 Uhr. In der Lokfelder Straße geblieben ist allerdings die Annahmestelle für gebrauchte, gereinigte Kleidung. „Zurzeit brauchen wie vor allem leichte Jacken und möglichst enge Jeans in kleinen Größen“, sagt Helferin Baumgart. Die würden die jungen Männer so gerne tragen. Sie seien oftmals nicht so groß gewachsen. Und Turnschuhe, möglichst modisch, seien gefragt. Da komme es weniger auf die Qualität an. Ebenso bräuchte es Rucksäcke und Taschen für Laptops.

Die neue Unterkunft an der Schillerstraße gibt den Helfern neue Motivation für eine Beschäftigung, die für Frauen wie Ingrid Baumgart nach 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit wahrlich zu einem Vollzeitjob geworden ist. Aber sie haben inzwischen Helfer bekommen. Mohammed aus Syrien zum Beispiel, Khaled und Aimal aus Afghanistan und Adam aus Jerusalem. „Die jungen Leute fühlen sich besser, wenn sie etwas zurückgeben können“, weiß Reinfelds Rot-Kreuz-Chefin Andjelic-Neumann.

Gerade sucht sie einen Job für Mohammed, der stolz seine Plastikkarte mit dem Bleiberecht zeigt. Nur eines ärgert sie. Wenn einige immer wieder kommen und ständig neue Kleidung haben wollen. „Man muss doch teilen. Damit alle etwas abbekommen.“ ukk

LN

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