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Stormarn Reinfelds Schüler auf den Spuren Winnetous
Lokales Stormarn Reinfelds Schüler auf den Spuren Winnetous
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18:21 30.05.2018
Auch Winnetous Pferd „Jaqueline" – hier mit Wild-West-Rollator – hat seinen Platz im Theaterstück gefunden. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Reinfeld

Für die Bühnenversion der erfolgreichen Film-Parodie hat Theaterpädagogin Bettina Becker zwei Theatergruppen der Matthias-Claudius-Schule und eine weitere der Immanuel-Kant-Schule unter ihre Fittiche genommen. Umfangreich waren dafür nicht nur die Proben, die teilweise im Rahmen der Offenen Ganztagsschule stattfanden, sondern zusätzlich haben die jungen Mimen auch noch einen Film zum Stück gedreht.

Fast ein ganzes Schuljahr lang haben drei Theatergruppen der Offenen Ganztagsschulen für ihr neues Theaterstück geprobt. Vorlage dafür war Bully Herbigs Kino-Parodie „Der Schuh des Manitu“. Das Gesamtwerk mit Witz und aufwändigen Kostümen feiert am 5. Juni Premiere.

Dafür eroberten sie als Indianer beide Gebäude, in denen nahezu die ganzen Schulen mit Lehrkräften, Hausmeistern, Schülern und Schulleitern selbst Teil des Filmprojektes wurden. Das Resultat wird in Sequenzen während der Aufführungen gezeigt. Ein weiterer Drehort war der Reinfelder Islandpferdehof „Schuhwiese“ von Stefanie Lanz und Tim Haag. Beide haben das Projekt der aufstrebenden Film-Schüler bereitwillig unterstützt, damit sie ihren Film auf echten Pferden in den Kasten bringen konnten. Sogar im Hansapark waren die jungen Schauspieler zusammen mit Bettina Becker und Co-Regisseur Jakob Beth unterwegs, um im Indianerdorf der Cowboystadt drehen zu können.

Die Dreharbeiten verlangten nicht nur den Schülern Höchstleistung ab, sondern waren auch für die Organisation eine Herausforderung. Mehr Equipment als bei den Theaterstücken zuvor musste geordert und für jeden Schüler eine Drehgenehmigung beschafft werden. Einen genauen Plan gab es zudem für den Transport der Mimen.

Die Eltern wurden im Vorfeld noch nie so sehr in Anspruch genommen wie beim „Schuh des Manitu“. „Ohne die Eltern wäre alles nicht möglich gewesen. Immer wieder haben sie unsere Indianer in Fahrgemeinschaften zu den einzelnen Drehorten gefahren. Parallel dazu haben die Theaterproben stattgefunden, zu denen die Kinder ebenfalls gebracht werden mussten“, verrät Bettina Becker. Auch beim Bühnenbild haben Eltern geholfen, den Entwurf von Carmen Mosel umzusetzen. Sehr dankbar ist sie zudem der Technik AG der Immanuel-Kant-Schule. „Ohne sie wären wir gar nichts geworden.“

Nicht nur die Dreharbeiten waren für die Akteure eine Herausforderung, sondern auch die Erarbeitung des Theaterstücks. „Wir haben uns zum ersten Mal einer Parodie gestellt. Diese schauspielerisch umzusetzen, war für die Kinder nicht einfach“, weiß Becker, die seit 20 Jahren als freischaffende Theaterpädagogin in den Fächern Theater und Gestalten an mehreren Schulen in Reinfeld und Bad Oldesloe unterwegs ist. Seit fünf Jahren wird sie bei Theaterprojekten von Co-Regisseur Jakob Beth unterstützt, der von ihr mit dem „Theatervirus“ infiziert wurde und auch den größten Aufwand nicht scheut. „Entweder man ist mit Herzblut dabei, oder man lässt es“, ist Bettina Becker überzeugt.

2001 kam die schräge Westernkomödie, in der Michael „Bully“ Herbig die Karl-May-Verfilmungen aus den 1960er Jahren aufs Korn genommen hat, in die bundesdeutschen Kinos und wurde zu einem Kassenerfolg. 11,7 Millionen Besucher ließen sich den Film nicht entgehen und machten ihn mit 65 Millionen Euro Umsatz an den Kinokassen zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme der Nachkriegszeit.

Die Aufführungen

Matthias-Claudius-Schule: Zu sehen ist „Schuh des Manitu“ am 5., 6., 7. und 8. Juni um 17.30 Uhr in der Pausenhalle. Karten gibt es ab sofort kostenlos im Sekretariat.

Immanuel-Kant-Schule: Aufgeführt wird das Theaterstück dort am 22. und 23. Juni um 18 Uhr in der Aula. Auch dort gibt es ab sofort kostenlose Karten im Sekretariat.

Petra Dreu

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