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Reinfelds neue Kleiderkammer in Betrieb

Reinfeld Reinfelds neue Kleiderkammer in Betrieb

Das Rote Kreuz hatte zu einer Feier eingeladen mit einer sehr speziellen Torte – Innenminister zollte Respekt.

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Die Torte stand im Mittelpunkt des Kuchenbuffets. Sie zeigt verschlungene Hände, Stacheldraht. Sie erinnerte an das Leid der hier Gestrandeten.

Reinfeld. Zwei ineinander greifende Hände, Zacken von Stacheldraht, das Bild auf der Sahnetorte zur offiziellen Eröffnung der DRK-Kleiderklammer Reinfeld hätte nicht besser passen können.

LN-Bild

Das Rote Kreuz hatte zu einer Feier eingeladen mit einer sehr speziellen Torte – Innenminister zollte Respekt.

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„Hier erleben wir das Schönste für Ehrenamtler: Dankbare Menschen.“ Cordula Andjelic-Neumann, DRK Reinfeld

Eine Idee von Armin Adib-Moghaddam, Unternehmer mit iranischen Wurzeln, und Hausherr im Alfapark. Nachdem es für die Rotkreuzler in der gegenüberliegenden Lokfelder Straße durch den stetig wachsenden Zustrom von Bedürftigen viel zu eng geworden war, nachdem die Stadt händeringend nach Wohnraum für die Neuakömmlinge suchte, hatte er seine weitläufigen Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

Dafür dankte ihm gestern Bürgermeister Heiko Gerstmann ausdrücklich bei einer Eröffnungsfeier, zu der Flüchtlingshelfer Albrecht Werner einen Spiegel als Gastgeschenk mitgebracht hatte, „damit die Rotkreuzlerinnen auch mal in die Gesichter von unermüdlichen Helferinnen blicken können“. In der Tat leisten die Damen seit vielen Monaten einen Vollzeitjob, um jeden zweiten Donnerstag im Monat 80 bis 100 Menschen mit Kleidung zu versorgen und bei Problemen im Alltag zu helfen.

„Zwischenzeitlich kamen mal weniger Bedürftige zu uns“, berichtete Cordula Andjelic-Neumann. Aber ihre Zahl habe wieder zugenommen. „In den alten Räumen konnten wir das nicht mehr bewältigen.“

Dankbar zeigte sich die Vorsitzende des Reinfelder Roten Kreuzes für die Unterstützung durch die Stadt, durch das Amt Nordstormarn und dort vor allem durch Ralf Menzel. „Nun können wir entspannter arbeiten“, sagte sie in ihrer Rede. Und sie sprach von „dem Schönsten, was ehrenamtlichen Helfern wiederfahren könnte, „von dankbaren Menschen“.

Dass es diese neue Kleiderkammer nun gibt, ist dem früheren Bürgermeister Gerhard Horn zu verdanken, der selbst im Roten Kreuz aktiv ist, der Unternehmer Adib-Moghaddam von den Möglichkeiten auf dessen Gelände überzeugt hatte. Die Vielzahl der Gäste aus Kreis- und Lokalpoltitk, Kirche und Helfergruppen zeige, wie die Vorsitzende Andjelic-Neumann formulierte, „dass aus der Idee, eine Kleiderkammer mit einem Wohnprojekt zu verbinden, eine gute Ehe geworden ist.“

Doch die Helfer der Reinfelder Kleiderkammer, bei denen einige Flüchtlinge selber mit anpacken, legen noch nach. Die Vorsitzende denkt jetzt laut darüber nach, künftig die Kammer jede Woche einmal zu öffnen, weil bis zu 120 Bedürftige an einem Tag selbst diese neue Bleibe an ihre Grenzen bringen. „Dann entzerrrt sich das Ganze ein wenig“, sagt sie. Und denkt schon voraus: „Wir brauchen eigentlich immer Töpfe, Geschirr. Und für den Winter wieder Jacken, Hosen, möglichst in kleineren Größen für die Jungen und Männer.“ Dass das Rote Kreuz weiterhin alle Bedürftigen versorgen kann, darüber mache sie sich keine Sorgen. Die Spendenbereitschaft der Reinfelder und der umliegenden Dörfer sei ungebrochen. Es war wie ein Fingerzeig, dass wenigstens dieses Problem gelöst ist. Als eine Line- Dance-Gruppe draußen vor dem Gebäude den unterhaltsamen Teil des Nachmittags einläutete, brach die Sonne nach einem trüben Tagesbeginn mit voller Kraft hervor.

Und am Abend schaute Innenminister Stefan Studt vorbei und zeigte seine Anerkennung für die Reinfelder Helfer: „Ein tolles Projekt. Ein weiterer Schritt in einem Dauerlauf, der noch vor uns liegt“.

Uwe Krog

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