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Stormarn Reinfelds neues Quartier am Schwarzen Teich
Lokales Stormarn Reinfelds neues Quartier am Schwarzen Teich
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23:08 17.05.2018
Nur der riesige Baukran war in der Lage, den mit einer Zeitung, Bauplänen und Kleingeld gefüllten Grundstein an die richtige Stelle zu heben. Quelle: Fotos: Petra Dreu
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Reinfeld

Was am Schwarzen Teich entsteht, hat Dimensionen, die in Reinfeld doch eher die Ausnahme sind. Wenn alles fertig ist, werden dort nicht nur die 60 Senioren des in die Jahre gekommenen ehemaligen Kreisaltenheims in modernen und hellen Einzelzimmern wohnen. Der Neubau bietet weiteren 38 Senioren Pflegeplätze in insgesamt neun Wohngemeinschaften. Mit der Fertigstellung des Gebäudekomplexes rechnet der Investor Terragon, der in Ahrensburg ein ebenso großes Objekt baut, bis Ende Februar 2019.

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Eines der größten Bauprojekte in Reinfeld schreitet voran: Knapp zwölf Millionen Euro soll der Neubau des Pflegeheims mit 98 Einzelzimmern am Kaliskaweg kosten, der seinen Bewohnern mehr Komfort und modernere Pflege verspricht. Gestern wurde feierlich der Grundstein gelegt.

Dann aber ist es mit der Bautätigkeit am Kaliskaweg noch lange nicht vorbei. Vielmehr geht es erst danach richtig los. Das 1963 gebaute Kreisaltenheim, das der Kreis Stormarn vor Jahren zusammen mit dem Kreiskrankenhaus an die Asklepios-Gruppe verkauft hat, wird abgerissen, um einem gemischten Mehrgenerationen-Wohnprojekt mit 100 Wohnungen für Senioren und Familien mit und ohne Kindern Platz zu machen. Geplant sind fünf Einzelhäuser mit Rundweg um den Schwarzen Teich und einem Kinderspielplatz. Ein solches Projekt hat natürlich seinen Preis. Nach derzeitigem Stand geht der Investor neben den zwölf Millionen Euro für das Pflegeheim von weiteren 30 bis 35 Millionen Euro für die 100 Wohnungen aus, die teilweise seniorengerecht ausgebaut werden sollen.

Angesichts der immer schwieriger werdenden Wohnungssituation sorgen solche Zahlen natürlich für gute Laune bei Landrat Dr. Henning Görtz und den Kreispolitikern, die dem ehemaligen Kreisaltenheim immer noch eng verbunden sind. „Wir haben einfach zu wenige Wohnungen. Jedes Projekt, das hinzukommt, begrüßen wir sehr“, sagte der Landrat, der zudem betonte, wie sehr sich der Anspruch an das Wohnen und an die Pflege im Alter verändert hätten. „Eine Einrichtung aus dem Jahr 1963 entspricht einfach nicht mehr den Anforderungen von heute“, sagte Görtz.

Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann freut sich besonders darüber, dass sich das neue Domizil mit einem Kiosk und einer Cafeteria auch für die Nachbarschaft öffnen will. „Wer hier wohnt, hat kaum Gelegenheit, schnell noch etwas einzukaufen“, bedauerte er.

Wie schon der Landrat zeigte sich auch der Verwaltungschef der Karpfenstadt froh über die zusätzlichen Wohnungen für Reinfeld. „Der Bedarf ist auf jeden Fall da. In den kommenden Jahren werden wir sogar die fünffache Menge brauchen.“ Dem Investor, der Betreibergesellschaft für soziale Aufgaben (GesA) und den am Bau beteiligten Firmen wünschte er eine reibungsarme und unfallfreie Bauzeit.

 Von Petra Dreu

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