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Stormarn Rekordergebnisse an der Rehkoppel
Lokales Stormarn Rekordergebnisse an der Rehkoppel
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21:11 19.04.2016
Die Krötenwanderung ist nun beinahe abgeschlossen, die Amphibien haben ihre Laichgewässer erreicht. Quelle: Fotolia
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Bad Oldesloe

Zum Schutz von Erdkröte und Co. wurden in diesem Frühjahr wieder von freiwilligen Helfern und Mitgliedern des Nabu Bad Oldesloe Froschzäune an Straßen mit besonders intensiver Froschwanderung errichtet, um zu verhindern, dass die Kröten, Frösche und Molche auf dem Weg zu ihren Laichgewässern überfahren werden.

An diesen Zäunen wurden in Abständen von ca. zehn Metern Fangeimer eingegraben und jeden Morgen die gefangenen Amphibien gezählt und auf der anderen Straßenseite in der Nähe ihres Fortpflanzungsgewässers wieder ausgesetzt. „Das Amphibien-Monitoring soll in erster Linie dazu beitragen, dass an besonders stark frequentierten Strecken dauerhafte Leitanlagen erstellt werden. In diesen Tagen werden die Zäune wieder abgebaut“, erklärt Klaus Graeber vom Oldesloer Nabu.

Rekordergebnisse meldete Jörg Ruschke aus der Rehkoppel in Rethwischfeld: 3596 Amphibien bei einer Zaunlänge von gut 200 Metern. Wegen der kalten Witterung im März, wo kaum Kröten wanderten, konzentrierte sich die Wanderung auf Anfang April. „Allein in der Nacht vom 3. zum 4. April waren es 1122 Amphibien, das ist fast ein Drittel des Bestandes“, so Ruschke. An dieser Strecke lohne sich eine feste Amphibien-Leitanlage mit Tunneln, wie es sie zum Beispiel bei Nütschau gibt. „Wir werden jetzt Gespräche führen und Anträge stellen“, berichtet Graeber.

Aus Bargteheide meldet Kerstin Kommer etwa 280 Amphibien, an der Straße von Elmenhorst nach Fischbek trug Frank Fischer 439 Amphibien über die Straße. An dieser Stelle gab es einen leichten Rückgang des Bestandes, was der Nabu mit Bauarbeiten erklärt.

Insgesamt haben die freiwilligen Helfer 50 Arbeitsstunden für den Auf- und Abbau der Zäune und etwa 100 Arbeitsstunden für die Kontrolle und den Transport der Amphibien über die Straße geleistet.

„Mehr können wir leider nicht leisten, aber wir wissen natürlich, dass es viele weitere Stellen gibt, wo Amphibien die Straßen queren“, sagt Klaus Graeber. An einzelnen Stellen sammeln Mitglieder und Helfer in Rekord-Wandernächten die Amphibien ein und bringen sie über die Straße.

„Bei der Rückwanderung können wir die Amphibien nicht schützen, weil sich diese über einen langen Zeitraum hinzieht. Zum Glück sind die Verluste dabei geringer, weil die Frösche und Kröten bei den wärmeren Temperaturen viel schneller sind“, so Graeber abschließend.

LN

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