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Stormarn Grünes Licht für den Bau einer neuer Kita
Lokales Stormarn Grünes Licht für den Bau einer neuer Kita
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21:11 11.02.2018
Hier werden die Jungen und Mädchen aus dem Elementarbereich betreut: Leiterin Simone Tuchlinski vor dem alten Kita-Gebäude.
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Rethwisch

Die Gemeindevertretung gab während ihrer jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht für den Neubau. Außerdem kann Bürgermeister Jens Poppinga (CDU) Aufträge vergeben, damit das Projekt vorankommt. Er wies am Rande der Sitzung darauf hin, dass die Gemeinde mit erheblichen Zuschüssen rechne – mit rund 1,5 Millionen Euro. Damit verbleibe noch ein Eigenanteil von 800 000 Euro. Diese Summe allerdings, so der Bürgermeister weiter, müsse Rethwisch nicht allein finanzieren.

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Die Betreuungssituation soll deutlich verbessert werden, damit in der Kindertagesstätte Rethwisch insgesamt 125 Plätze in einer Krippe sowie im Elementarbereich angeboten werden. Dafür müssen 2,3 Millionen Euro investiert werden. Die Vorhaben soll im Sommer 2019 abgeschlossen sein.

Weitere Spielgeräte

Der Spielplatz am Regenrückhaltebecken am Mühlenbach soll aufgewertet werden. Das beschlossen die Rethwischer Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung. Unter anderem könnten drei weitere Spielgeräte aufgestellt werden. An dem Vorhaben sollen auch Anlieger – vor allem Familien mit kleinen Kindern – beteiligt werden.

Die Kita der evangelischen Kirchengemeinde Oldesloe kann auch von Kindern aus den Nachbargemeinden im Amt Bad Oldesloe- Land besucht werden. „Entsprechend der zur Verfügung gestellten Plätze werden später die Kosten aufgeteilt“, erläuterte Jens Poppinga. Betreut werden zurzeit außerdem neun Jungen und Mädchen aus Schürensöhlen sowie fünf aus Groß Boden. Beide Orte liegen im angrenzenden Kreis Herzogtum Lauenburg.

Architektin Doris Rickmers stellte den Entwurf vor, nach dem in einem Neubau vier Gruppenräume geplant sind. Das Gebäude wird auf einem Areal neben der bestehenden Krippe errichtet. Auf insgesamt 650 Quadratmetern wird es auch Platz für Nebenräume, eine Spülküche sowie einen Mehrzweckraum geben, der mit einem Sportboden ausgestattet wird. Für Kinder im Alter bis zu drei Jahren wird es nach diesen Plänen außerdem einen Spielhof geben.

Die Gruppenräume grenzen an einen großen Spielflur. Investiert wird auch in den Ausbau und die Sanierung der Kellergeschosses, das sich im Krippengebäude befindet. Dabei geht es um eine Fläche von rund 240 Quadratmetern. Die Architektin wies darauf hin, dass in einem zentralen Schuppen die Abfallcontainer abgestellt werden könnten. Auch sei eine „grüne Fläche“ im Außenbereich geplant, die für Veranstaltungen genutzt werden könne.

Doris Rickmer ging davon aus, dass es sich bei den Gesamtkosten von rund 2,3 Millionen Euro um eine realistische Schätzung handele – exakte Daten könnten erst durch die Ausschreibung der einzelnen Gewerke ermittelt werden. „Die Preise in der Baubranche sind allerdings zurzeit hoch“, sagte die Planerin. Sie machte den Gemeindevertretern damit kaum Hoffnungen, dass es noch ein größeres Einsparpotenzial gebe. Doris Rickmers plant, dass im Spätsommer das Vorhaben anläuft. Möglich sei anschließend eine Bauphase von rund zehn Monaten.

Der Bürgermeister hofft, die neue Kita könnte im Juni oder Juli kommenden Jahres am Buchrader Weg eingeweiht werden. Die Gemeinde setzt bei der Wärmeversorgung auf die Nutzung von Energie aus dem Blockheizkraftwerk, das sich im Untergeschoss des Krippengebäudes befindet. „Für die Wärmeversorgung müssen wir einen Fachmann einschalten“, so Jens Poppinga. Dafür müssten Rohre verlegt werden. Auf jeden Fall könnte das Blockheizkraftwerk später besser ausgelastet sein.

Kita-Leiterin Simone Tuchlinski stellt unterdessen Überlegungen an, wie der Betrieb in der deutlich größeren Einrichtung reibungslos ablaufen kann. Zurzeit werden in den vorhandenen beiden Gebäuden insgesamt 62 Jungen und Mädchen betreut – davon 42 im Elementarbereich, also im Alter ab drei Jahren, sowie 20 Krippenkinder, die bis zu drei Jahre alt sind. Diese Situation werde sich auch nach der Fertigstellung des Neubaues nicht ändern, so die Kita-Leiterin.

Dank der geplanten Erweiterung wird es in Rethwisch 65 zusätzliche Plätze im Neubau geben – in vier Gruppen: zwei im Elementarbereich, eine gemischte Gruppe für jüngere und ältere Kinder sowie eine Krippengruppe. Zurzeit arbeiten in der Kita insgesamt zwölf Mitarbeiter. Die Leiterin geht davon aus, dass nach der geplanten Verdoppelung des Angebotes „wir auf jeden Fall acht weitere Beschäftigte brauchen“. Doch die Personalsituation sei nicht einfach. „Es gibt bei Erziehern eine großen Fachkräftemangel“, betone Simone Tuchlinski. Zeitgleich zum Start der Bauarbeiten müsste die Suche nach den neuen Kollegen und Kolleginnen beginnen.

 Michael Thormählen

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