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Stormarn Rethwischer Mischgebiet ausgebucht
Lokales Stormarn Rethwischer Mischgebiet ausgebucht
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20:35 07.10.2016
Bürgermeister Jens Poppinga im neuen Mischgebiet. Alle Grundstücke sind vergeben. Quelle: Fotos: D. von Dahlen
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Rethwisch

Ein imposanter Holzständerbau, an dem der Richtkranz baumelt, hat schon die Blicke vieler Autofahrer angezogen. Im neuen Mischgebiet von Rethwisch entsteht in dieser für die Region ungewöhnlichen Bauweise eine Kfz-Werkstatt. Auch sonst hat sich das Areal am Ortsausgang Richtung Westerau überaus positiv entwickelt.

Diese Kfz-Werkstatt wird in Holzständerbauweise errichtet.

„Alles ist komplett verkauft“, sagt Bürgermeister Jens Poppinga stolz. Außer der Autowerkstatt habe sich auch eine Rohrreinigungsfirma niedergelassen und bald komme ein kleines Pflaster- und Tiefbauunternehmen noch hinzu – alles Betriebe mit stillem, nicht störendem Gewerbe. Zudem seien bereits 13 Einfamilienhäuser fertig und bezogen. Demnächst solle noch ein Doppelhaus errichtet werden.

Zu etwa drei Viertel sind die Eigenheime an junge Familien verkauft worden, so wie es die Gemeindevertreter mit ihrem Bebauungsplan 11 auch intendiert hatten, um den Ort weiterzuentwickeln.

Dass nun nicht für alle Kinder ein gesetzlich verbriefter Krippenplatz garantiert werden kann, ähnlich wie in Meddewade, versetzt auch Poppinga in Sorge. Er räumt ein, dass dies auch für Rethwisch nicht einfach wird. Ihn ärgert, dass die Politik auf übergeordneter Ebene Entscheidungen fällt und die Gemeinden mit der Umsetzung im Stich lässt. „Wie soll denn eine Gemeinde den Bedarf an Plätzen genau kalkulieren, wenn sie nicht in die Familienplanung eingreifen kann“, fragt Poppinga provozierend. Bundes- und Landesregierung schafften bei den Eltern eine Erwartungshaltung, die die Kommunen kurzfristig erfüllen sollten. Vergessen werde, dass jetzt die dritte Generation der geburtenstarken Jahrgänge Kinder bekäme. Die Gemeinde Rethwisch habe schon mehr Krippenplätze geschaffen als gefordert. Doch das reiche bei weitem nicht aus. „Das Land Schleswig-Holstein hat angekündigt, dass Hilfe kommt und versprochen, 10000 Euro pro Kind zu geben. Gekommen sind vielleicht 1000 Euro“, sagt Poppinga. Es sei zwar überlegt worden, auf Amtsebene zu bauen, „aber dann fehlt das Geld ja auch.“

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