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Rethwischer wollen den Knick wiederhaben

Rethwisch Rethwischer wollen den Knick wiederhaben

Im neuen Aktionsplan fordern Gemeindevertreter, an der A1 wieder einen Lärmschutzwall zu bauen.

Rethwisch. Nicht vorbeiratternde Züge, sondern das permanente Rauschen des Verkehrs auf der A1 lässt viele Rethwischer nachts nicht schlafen. Einige Besucher der jüngsten Gemeindevertretersitzung mochten denn auch Hoffnungen gehegt haben, dass dieses Übel mit Hilfe eines neuen Lärmaktionsplanes abgestellt werden könne. Doch während der Debatte wurde schnell klar, dass dies wohl eine Illusion ist.

Bürgermeister Jens Poppinga wies darauf hin, dass sich seit der Verabschiedung des ersten Aktionsplans vor fünf Jahren eigentlich nichts geändert hat. Schon damals hatten die Gemeindevertreter gefordert, dass betroffene Anwohner der A1 bei Steensrade Lärmschutzfenster bekommen. Doch das sei bis heute nicht erfolgt, sagte Poppinga. Auch der Vorschlag, bei der Sanierung der Autobahn Betonbelag zu verwenden, der besonders geräuscharm ist, sei nicht berücksichtigt worden.

In der Zwischenzeit habe sich die Lage aber weiter verschärft, fuhr der Bürgermeister fort. Denn im Zuge der geplanten Fahrbahnsanierung zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe sei der Knick entlang der Autobahn komplett entfernt worden, der Lärm könne nun ungehindert in den Ort herüberwehen und die Emission sei dadurch um 50 bis 80 Prozent gestiegen.

In ihrer Stellungnahme zum neuen Aktionsplan fordern die Rethwischer, dass wieder ein natürlicher Schutzwall aufgeschüttet und mit Büschen und Bäumen bepflanzt wird. Poppinga kündigte an, diese Forderung an den CDU-Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann weiterzuleiten, der Mitglied im Petitionsausschuss ist.

Einige Einwohner äußerten ihr Befremden darüber, dass überhaupt Pläne aufgelegt werden, wenn die Vorschläge der Bürger weitgehend ignoriert werden. Wie Bauamtsleiter Ralf Maltzahn erklärte, sei es die EU, die den Lärmschutz fordere und Vertragsstrafen verhänge, wenn auf nationaler Ebene keine diesbezüglichen Pläne aufgestellt werden.

D. von Dahlen

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