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Rettungsaktion für Oldesloer Oho-Kino

Bad Oldesloe Rettungsaktion für Oldesloer Oho-Kino

Noch stehen die Stuhlreihen, aber die Lichter sind schon länger aus: Seit dem Sommer 2015 ist das Oho-Kinocenter in Bad Oldesloe geschlossen. Jetzt könnte es das endgültige Ende für das Kino der Kreisstadt bedeuten: Betreiber Heinz Wittern hat Insolvenz angemeldet. Für Freitag, 26. Februar, wird deshalb zu einer Solidaritätskundgebung aufgerufen.

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In Bad Oldesloe bekannt als Kino-Heinz: Seit 30 Jahren betreibt Heinz Wittern das Oho-Kino mit Herz und Leidenschaft. Rund 70<TH>000 Besucher begeisterte er pro Jahr mit seinem Filmprogramm. Dennoch musste er jetzt Insolvenz anmelden.

Quelle: Britta Matzen

Bad Oldesloe. „Das ist ein schwerer Schlag für die Kultur unserer Stadt und ein Weckruf an die Bevölkerung“, erklärt der ehemalige DGB-Vorsitzende Walter Albrecht. Für Freitag, 26. Februar, ruft Albrecht deshalb zu einer Solidaritätskundgebung auf. „Wir kämpfen für unser Kino“ heißt es ab 16 Uhr auf dem Marktplatz. „Wir stimmen mit den Füßen ab — eine Stadt steht auf und bekennt sich zum Kino“, so der Gewerkschafter. Anschließend wird Albrecht mit Oldesloer Bürgern ins Oho-Kino gehen, um über mögliche Rettungsmaßnahmen zu diskutieren.

Für die Aktion hat sich Albrecht kräftig ins Zeug gelegt. „Ich habe alle Schulen und Kindergärten in Oldesloe aufgesucht, Flugblätter verteilt und mit ganz vielen Leuten gesprochen. Eine enorm positive Resonanz habe ich bekommen — auch über die sozialen Netzwerke. Das beflügelt ja auch“, sagt Albrecht. Eine Patentlösung zur Rettung des Kinos habe er zwar nicht in der Tasche. „Aber ich denke an einen Runden Tisch, einen Förderkreis, an private Investoren oder an die Oldesloer Geschäftswelt.“ In Bargteheide sei die Stadt am Kino beteiligt. „Wir können uns ein teures Kultur- und Bildungszentrum leisten oder das Laurent finanzieren — da muss die Kommunalpolitik auch hier in Oldesloe Mittel und Wege für das Kino finden“, ist Albrechts Meinung.

Allein eine Demo auf die Beine stellen — das würde nicht reichen, gibt Maria Herrmann (SPD) zu bedenken. „Um das Kino zu retten, sind Ideen und Fantasie gefragt. Und es muss ein knallhartes, langfristiges Finanzierungskonzept her.“ Wenn es dafür nicht zu spät sei. „Da Wittern bereits Insolvenz angemeldet hat, stellt sich mir die Frage, ob es fünf vor oder bereits fünf nach zwölf ist.“

Grundsätzlich findet die SPD-Politikerin es auch sehr schade, wenn eine Kreisstadt kein Kino mehr hat: „Das ist ja auch ein Teil des Kulturlebens.“ Hermann schätzt auch Heinz Wittern sehr: „Für seine Bereitschaft, sich einzubringen.“ So habe sie Wittern vor einigen Jahren gefragt, ob er bereit sei, den Film „Blut muss fließen — Undercover unter Nazis“ morgens den Schulklassen zu zeigen. „Er hat sofort ja gesagt, auch wenn es gar nicht einfach war, den Film zu bekommen“, erinnert sich Herrmann. Wittern sei sogar selbst von Schule zu Schule gezogen, um Werbung dafür machen. Als im vergangenen Sommer im Zirkuszelt in der Vogel-Baum-Siedlung ein Film gezeigt wurde, hätte Wittern das ebenfalls organisiert. „Auch in der Schanze hat er einen Film gezeigt. Das finde ich schon bemerkenswert, wie er sich in und für Oldesloe engagiert. Das macht es ja doppelt bitter, dass keine Lösung in Sicht ist“, bedauert Herrmann.

Dass die kommunale Ebene sich in irgendeiner Form beteiligt, wie Walter Albrecht es fordert, bezweifelt Herrmann. „Wir haben damals für die Finanzierung der digitalen Kinotechnik die Bürgschaft übernommen und hängen da jetzt mit drin. Für eine weitere Finanzspritze wird Wittern seitens der Stadt keine Mehrheit mehr bekommen. Die Lage ist einfach zu verzwickt.“ Auf rund 60000 Euro beläuft sich laut Auskunft von Heinz Wittern die Höhe der Bürgschaft.

Eine kleine Chance sieht Maria Herrmann dann aber doch: „Es sind ja drei Kinosäle. Vielleicht kann man eine Mischgeschichte daraus machen. Denn was in Oldesloe gefragt sind, sind Räume für Veranstaltungen. Eventuell könnte man fürs Kino ein, zwei Räume nehmen und den Rest vermieten.“

Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens denkt Heinz Wittern nicht ans Aufgeben. „Ich sehe das nicht so ganz doll schwarz. Ich suche intensiv nach einer Lösung, um das Kino zu erhalten“, sagt der 55-Jährige. Doch die Zeit drängt: „In den nächsten sechs bis acht Wochen muss eine Entscheidung getroffen werden“, so Wittern. Vorstellbar sei zum Beispiel, das angegliederte Hotel Oldesloer Hof zu verkaufen.

Was das Kino betrifft, hat der Betreiber etliche Ideen. „Ich würde nicht nur auf die Erfolgsfilme setzen, sondern auch eine Art Programmkino machen — mit dem Tag des besonderen Films, mit Sonderprogrammen für Kinder und Familien. Auch ein Kinoclub wäre schön.“ Wer Lust hat, sich einzubringen: Heinz Wittern ist für jede Idee offen — ob Programminhalte oder finanzielle Beteiligung.

Interessierte können eine Mail schicken an: info@oho-kino.de

Neues Kino für Ahrensburg

Neuer Plan für Ahrensburg: Im Frühjahr 2019 soll auf dem Areal neben dem Parkhaus Alter Lokschuppen an der Bahnhofstraße ein neues Kino eröffnen. Der Bau- und Planungsausschuss der Stadt hat sich in der vergangenen Woche für das Kino-Konzept entschieden, das die Hamburger Firma K-Motion mit der Melcher Group als Investor vorgelegt hat. Jetzt muss noch die Stadtverordnetenversammlung dem Beschluss zustimmen, dann ist der Weg für das neue Ahrensburger Kino frei.

Bei der Firma K-Motion, die in Norddeutschland 14 Kinos betreibt, drei davon in Schleswig-Holstein — in Itzehoe, Norderstedt und Schleswig, war die Freude groß. „Wir wollen unser Kino im Frühjahr 2019 öffnen“, kündigte Kinobetreiber Mathias Kemme an. Fünf Kinosäle mit etwa 950 Plätzen soll es geben. Kemme sieht viel Zuschauerpotential in der 32000-Einwohner-Stadt.

Britta Matzen

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