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Stormarn Riesenwände sollen Anlieger in Bad Oldesloe vor Zuglärm schützen
Lokales Stormarn Riesenwände sollen Anlieger in Bad Oldesloe vor Zuglärm schützen
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21:15 28.08.2013
In Bad Oldesloe haben Klaus Lethers (l.) und Erko Taric nur noch Restarbeiten zu erledigen. Quelle: Foto: Petra Dreu

Man kann sich an alles gewöhnen — so auch an den tosenden Lärm und klirrende Gläser, wenn ein ICE durch den Oldesloer Bahnhof brettert. Jahrzehntelang haben die Bahnschienen-Anwohner damit leben müssen. Sie konnten kaum fassen, was in den vergangenen drei Wochen geschah: Die Deutsche Bahn hat in Bad Oldesloe, Tremsbüttel und Sattenfelde Lärmschutzwände errichten lassen. Bargteheide und Ahrensburg sollen in einem weiteren Bauabschnitt folgen.

„Die Geräusche, die die Räder auf den Schienen verursachen, werden durch die Lärmschutzwände gedämpft“, sagt Klaus Lethers, Vorarbeiter der Firma MDM Lärmschutz aus Peine in Niedersachsen. Wer jetzt aber absolute Stille jenseits der drei Meter hohen Lärmschutzwände erwartet, den muss Lethers enttäuschen. „Die durch den Zug verursachten Windgeräusche kann man nicht abstellen. Aber es wird für die Anwohner insgesamt leiser“, erklärte er, während er mit seinen Mitarbeitern Restarbeiten erledigt und anhand seiner Bauzeichnung noch einmal alles kontrolliert.

Noch sind die Lärmschutzwände, die aus fünf Meter breiten Elementen bestehen, in drei verschiedenen Grautönen gehalten. Auf der zu den Gleisen gerichteten Seite bestehen sie aus pulverbeschichteten Lochblechen, die andere Seite ist glatt mit Längsrillen. Um auch für Sturm und andere Unwetter gerüstet zu sein, sind alle Lärmschutzwände wegen der Nähe zu den Hochspannungsleitungen der Bahn geerdet. In den einzelnen Ortschaften sind die Lärmschutzwände zwischen 350 und 400 Metern lang. In Bad Oldesloe erstreckt sich der Lärmschutz von der Firma Soex an der Kampstraße bis hin zur Gabelung von Turmstraße und Johannes-Ströh-Straße am Bahnhof.

Wenn Klaus Lethers und seine Männer fertig sind, werden sie 500 Rohre als Halter für die Lärmschutzwände einbetoniert haben. Glück hatten sie in Bad Oldesloe, denn hier brauchte nur das Gleis 8 abgesperrt werden. Nachtschichten musste die Firma dagegen in Tremsbüttel und Sattenfelde einlegen, denn hier wurde die Strecke von 23 Uhr bis fünf Uhr morgens gesperrt, am Wochenende sogar durchgehend von Sonnabend, 22 Uhr bis Montag, 4 Uhr.

Auch in Bargteheide werden die Arbeiter die Nacht teilweise zum Tag machen müssen. Die Fundamente werden von Sonnabend, 31. August, bis Sonnabend, 21. September, im Bereich der Westpreußen- und der Ostpreußenstraße in den Bahndamm eingebracht. Die gesamten Arbeiten in diesen Abschnitten sollen im November abgeschlossen sein. Der Zugverkehr ist von diesen Bauarbeiten nicht betroffen, teilte die Deutsche Bahn mit und bittet um Verständnis, dass sich trotz moderner Baumaschinen die Lärmbelästigung nicht vermeiden lässt. Petra Dreu

LN

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