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Ringen um neuen Reinfelder Fachmarkt

Reinfeld Ringen um neuen Reinfelder Fachmarkt

Der Baubeginn für ein Fachmarktzentrum mit Drogeriemarkt und Discounter in der Reinfelder Paul-von-Schoenaich-Straße verzögert sich. Wenn es ganz schlimm kommt, wird aus dem Plan nichts: Alles hängt an dem früheren „Schlecker-Haus“ — aber die Eigentümerin meldet sich nicht.

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Ewald Eden (l.) und Christian Röhr fürchten wie viele in Reinfeld um das Projekt Fachmarkt, das die Innenstadt beleben soll.

Quelle: Fotos: Uwe Krog

Reinfeld. Zwar ist das Vorhaben eine weitgehend akzeptierte Alternative für den ursprünglich geplanten Standort im Neuhöfer Park. Doch die Preisvorstellungen einiger Eigentümer über den Verkehrswert ihrer Grundstücke deckten sich nicht mit denen des Investors. Deshalb verlor Frank Wichmann beinahe die Geduld. „Reinfeld ist nicht Berlin oder London“, sagt er. Die Vorstellungen waren nicht realistisch.

Dieser Investor ist bereits der Dritte, der das Projekt Reinfelder Fachmarktzentrum angeht. Wichmann hält es für einen Fehler, dass die Stadt große Supermärkte auf der grünen Wiese zuließ. „Wenn man die Innenstadt beleben will, muss man dort etwas tun.“

Zurzeit ruhen seine Anstrengungen, weil er keine Verbindung zu einer in England und Süddeutschland lebenden Eigentümerin bekommt. Den hatte Bürgermeister Heiko Gerstmann zwar zwischenzeitlich geknüpft, er ist aber wieder abgebrochen. „Und bei mir“, sagt Investor Wichmann, „hat sie sich noch nicht gemeldet.“ Mit zwei anderen Eigentümern habe er allerdings „vernünftige Preislösungen“

gefunden. Die Zeit drängt, weil die beiden namhaften Filialisten, die Drogeriekette Rossmann und der Discounter Netto, zwar Interesse an einem Reinfelder Fachmarkt zeigten, aber allmählich Gewissheit haben wollten. Sie sollen sich nach Alternativen umsehen.

„Die Innenstadtbelebung ist nicht nur wichtig für den Erhalt der bestehenden Fachgeschäfte, sondern umso mehr für die Ansiedlung neuer Geschäfte und die damit verbundene Wiederbelebung der leerstehenden Geschäftsflächen“, weiß Ewald Eden, der bis vor wenigen Jahren mit seiner Frau die Buchhandlung Michaels gleich neben dem geplanten Fachmarkt betrieb.

Auch die aktuelle Modernisierung der Markant-Filiale ein Stück weiter hinten zum Kreisverkehr gehört zu dem Einzelhandelskonzept, welches die Stadtverwaltung in Verbindung mit der Innenstadtsanierung bereits vor einigen Jahren erstellen ließ. Eden, Mitglied im Bauausschuss der Stadt Reinfeld: „Die Umsetzung des Konzepts bedeutet für die Reinfelder Geschäftsleute die Umsetzung eines lang ersehnten gemeinsamen Werbekonzepts unter dem Motto ,Einmal parken — alles kaufen‘.“ Die Grundversorgung der Güter des täglichen Bedarfs könne dann sehr gut in der Innenstadt erledigt werden, weiß Stadtentwicklungsausschuss-Vorsitzender Christian Röhr (CDU). „Gute Erreichbarkeit ist wichtig bei der Altersstruktur in der Stadt.“

Kostenlose Parkplätze mit kurzen Wegen zu Banken, Ärzten, Versicherungen sowie Einzelhandelsgeschäften seien auch für die Bürger der umliegenden Orte ein Kriterium, ihre Besorgungen in der Reinfelder Innenstadt zu tätigen. Doch leider stehe dieses Modell nun wiederholt vor dem Scheitern „Und der Schandfleck in der Innenstadt bleibt erhalten“, sagt Eden.

Bauausschuss-Vorsitzender Lorenz Hartwig sieht das ähnlich: „Wenn sich die Eigentümerin des ehemaligen Schlecker-Marktes sperrt, wird es wohl keinen Fachmarkt in Reinfelds Innenstadt geben.“ Der Christdemokrat drängt auf „verbindliche Aussagen, damit wir weiter planen können“.

Die städtischen Politiker ziehen mit dem Bürgermeister an einem Strang. „Wir haben jetzt eine so schöne Straße“, sagt Heiko Gerstmann, „aber das Bauniveau lässt an einigen Stellen zu wünschen übrig.“

Wenn das Vorhaben zwischen den jetzigen Hausnummern 44 bis 48 scheitere, „ist das ganze Ding gestorben“.

Gerstmann hofft indes unverdrossen, dass am anderen Ende der Straße das in einer Senke liegende Grundstück demnächst bebaut wird. Eigentumswohnungen mit Supermarkt und Dienstleistern sollen dort entstehen. Aber nach mehreren Terminverschiebungen bleibt der Bürgermeister noch skeptisch. „Das glaube ich erst, wenn der Bagger angerückt ist.“ Gerstmann wird zu den ersten gehören, die das wissen.

Wenn er aus seinem Arbeitszimmer schaut, blickt er direkt auf die Baustelle.

Uwe Krog

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