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Stormarn Robert Schacht hat schon 125 Mal Blut gespendet
Lokales Stormarn Robert Schacht hat schon 125 Mal Blut gespendet
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18:25 28.06.2016
Franca Rambow hat dem fleißigen Blutspender Robert Schacht bei der jüngsten Aktion in Bad Oldesloe die Kanüle gesetzt. Quelle: von Dahlen
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Bad Oldesloe

Lang ist die Schlange im Foyer der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde am Oldesloer Moordamm dieses Mal nicht. „Wir haben EM. Das merkt man. Normalerweise kommen bis zu 150 Leute“, sagt Marion Thimm. Auf einen treuen Stammkunden kann sich die Betreuerin des DRK- Blutspende-Teams aber felsenfest verlassen. Für Robert Schacht aus Rümpel steht außer Frage, dass er von seinem wertvollen Lebenssaft regelmäßig etwas abgibt.

„Das erste Mal habe ich 1980 bei der Bundeswehr in Calw gespendet“, sagt Schacht, während ihm Franca Rambow die Nadel zur Blutabnahme legt. Der 56-Jährige hat sich entspannt auf der Liege ausgestreckt und presst mit seiner rechten Hand rhythmisch einen roten Gummiball. „Ich halte es für sehr wichtig, zu spenden. Viele Menschen sind wegen ihrer Krankheit auf Blutkonserven angewiesen“, sagt der Schlosser. Zu Beginn ging er drei Mal im Jahr zur Blutspende, steigerte sich dann auf vier und neuerdings auf fünf Mal. Auf diesen Schnitt wird er 2016 aber nicht kommen. Denn beim DRK-Termin im Januar musste er das Bett hüten und Kranken ist das Blutspenden verständlicherweise nicht erlaubt.

Und doch steht Schacht im Mittelpunkt des Spendengeschehens. Jetzt ist sein 125. Aderlass. Zur Feier des Tages ist auch Harald Hinz, Referent des DRK-Blutspendendienstes nach Bad Oldesloe gekommen.

Für den Jubilar hat er eine dekorative Holzkiste mitgebracht, prall gefüllt mit gesunden Bio-Säften. Außerdem überreicht er Schacht eine Einladung zu einer zentralen Ehrung von Spendern aus ganz Schleswig-Holstein. „Dort erhält er eine Ehrennadel in Gold mit Goldkranz“, kündigt Harald Hinz an.

Während Schacht und die anderen Spender sich noch mit Getränken und Schnittchen stärken, erklärt Hinz, welchen Dienst sie anderen erwiesen haben. „Ihre Blutkonserve wird in einem Zeitraum von bis zu fünf Tagen verbraucht. Mit jeder Spende haben Sie drei Leuten geholfen“, lobt Harald Hinz. Das gespendete Blut werde innerhalb von 24 Stunden weiterverarbeitet und in die Bestandteile Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Thrombozyten (Blutplättchen) und Blutplasma aufgeteilt.

Hinz zufolge kommt der Aderlass aber nicht nur den Empfängern zugute. „Bei einer Studie der Berliner Charité, die aber noch nicht ganz abgeschlossen ist, zeichnet sich wohl ab, dass auch die Spender profitieren. Es heißt, dass sie im Bereich der Herz- und Kreislauferkrankungen weniger anfällig sind als andere“, sagt Hinz. Möglicherweise sei es förderlich, dass der Körper gezwungen sei, sein Blut nach dem Spenden regelmäßig zu erneuern.

„Sie sind 56? Die 200. Blutspende schaffen Sie dann auch noch“, sagt Hinz aufmunternd. Stolz nimmt Robert das Präsent entgegen. In seinem Kalender hat er sich schon den 5. und 6. September angestrichen. An diesen beiden Tagen ist das Blutspende-Team wieder von 15.30 bis 19.30 Uhr in der Oldesloer Kurparkschule.

dvd

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