Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Rollenspiel führt in ein neues Leben

Lütjensee Rollenspiel führt in ein neues Leben

Die alte Welt geht unter, eine andere muss her: Im Reinfelder Verein Farmion schaffen sich mit viel Fantasie rund 150 Elben, Halblinge, Krieger, Kaufleute und Abenteurer oder Adelige ein eigenes Universum am Lütjensee. Rund um die Uhr leben die Spieler ihre Rolle und entschlüsseln Rätsel, die die Plot-Schreiber ihnen aufgeben.

Lütjensee/Reinfeld. Der Kontinent Awarnor wird von allen Seiten bedroht, das Leben ist nicht mehr sicher. Ein Bündnis von Handwerkern, Kaufleuten, Bauern, Adligen, Abenteurern und Helden Awarnors bricht auf, neue Länder und vor allem Frieden jenseits der südlichen See zu finden. Ein neues, unentdecktes Land wartet auf sie. Doch ihre Ankunft bleibt nicht unentdeckt — das ist der roten Faden, der beim Live-Rollenspiel „die Ankunft“ des Reinfelder Vereins Farmion in Lütjensee über das Himmelfahrtswochenende führt. Es ist der erste von acht Teilen, der hier gespielt wird. In den kommenden sieben Jahren soll die Geschichte weiter erzählt und gelebt werden.

LN-Bild

Die alte Welt geht unter, eine andere muss her — Im Reinfelder Verein Farmion schaffen sich mit viel Fantasie rund 150 Elben, Halblinge, Krieger, Kaufleute und Abenteurer oder Adelige ein eigenes Universum am Lütjensee.

Zur Bildergalerie

150 Elben, Halblinge, Krieger, Kaufleute, Abenteurer, Magier oder Adelige treiben sich auf dem Platz des Jugendgästehauses und den umliegenden Feldern, in ihrer neuen Welt, herum. Rund um die Uhr leben sie hier ihre Rolle, noch bis morgen schließen sie Bündnisse, wehren sich gegen Angreifer oder Götter, huldigen dem Drachenskelett Amaroque. Sie werden auf falsche Fährten geführt, entschlüsseln Rätsel, versuchen in der neuen Welt Fuß zu fassen.

Und dass das nicht immer einfach ist, dafür sorgen die Plot-Schreiber, die das Handlungsbuch für das erste Jahr geschrieben haben. Es geht um die heimlich/unheimliche Bibliothek und ihren Bibliothekar Racha‘al, das Volk der Imena, es geht um Ressourcen und natürlich viele Gerüchte, die gestreut werden, um zu verunsichern. „Zu den Ressourcen gehört beispielsweise Holz, aber auch Drachenknochen spielen eine Rolle“, erklärt Dennis Prüßmann alias Salvatore. Gemeinsam mit Nostrok alias Thorsten Rath, einem der Gründungsmitglieder des Reinfelder Vereins Farmion, schreibt er die Geschichte, lässt seiner Fantasie freien Lauf, damit die 150 Rollenspieler und Statisten ihren Spaß bei der Ankunft im neuen Land haben.

Zwischen sieben und 65 Jahren sind die Rollenspieler und Statisten, die dem Stück „die Ankunft“ das Leben geben. Sie sind, so Rath, ein Spiegel der Gesellschaft. „Wir haben vom Tischler über Kaufleute, Controller oder IT-Fachleute alles dabei.“ Sie alle eint: Rollenspiele sind ein besonderes Erlebnis, ein Eintauchen in eine andere Welt. Mit der entsprechenden Gewandung. Für Rath, der als kaufmännischer Angestellter seine Brötchen verdient, ist es besser als jeder Urlaub. „Wenn ich mitmache, dann ist sofort alles ausgeblendet, ich bin sofort raus und denke um. Wäre ich zwei Wochen auf Ibiza, bräuchte ich viele Tage, um abzuschalten.“ So reiche ihm ein Wochenende. Dennis Prüßmann, Student der Informatik, beschreibt es so: „Es ist eine tolle Gelegenheit, mit coolen Leuten Zeit zu verbringen und etwas Vernünftiges zu machen.“

Bei Prüßmann kommt noch seine überbordende Fantasie hinzu. „Ich kann hier meine Fantasie kanalisieren und ausleben.“ Und sie aufschreiben, zu neuen Geschichten rund um den „Aufbruch in die neue Hoffnung“. Es gilt, noch sieben Teile zu schaffen. „Wir würden gerne auch die kommenden Jahre in Lütjensee sein“, so Rath.

Realität und Fantasie könnten sich dann nämlich gut begegnen: Dann stehen die neuen Holzhäuser auf dem Gelände des Jugendgästehauses in Lütjensee — und könnten für die Rollenspieler aus Reinfeld das Angekommensein in der neuen Welt symbolisieren.

Rollenspiele seit 1994

Der Live-Rollenspielverein Farmion wurde 1994 von sechs Realschülern aus Reinfeld nach einer Projektwoche gegründet. Rollen- und Fantasiespiele waren das Thema. Thorsten Rath und Benjamin Stumpf entwickelten das Tischrollenspiel, auch pen and paper genannt, „Das schwarze Auge“. Zu dieser Gruppe hat sich eine Magic-Gruppe gesellt, angeboten werden Tabletop-Spiele und die Liverollensparte.

• Mehr Infos unter www.farmion.eu

Von K. Kuhlmann-Schultz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den November 2016.

Sollten die Weihnachtsmärkte länger geöffnet haben?

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Essen und Trinken
    Hier erfahren Sie alles rund um die Themen Essen und Trinken. Neue Rezepte und Tipps, worauf muss ich bei den Lebensmitteln achten, wo finde ich ausgefallene Restaurants und welcher Wein passt wozu.

    Hier erfahren Sie alles rund um die Themen Essen und Trinken. Neue Rezepte und Tipps, worauf muss ich bei den Lebensmitteln achten, wo finde ich au... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und vieles mehr in Lübeck und Umgebung.

TSV Trittau

Alles zu den Badminton-Stars beim TSV Trittau.

Zweiter Weltkrieg

Dieses Dossier beschäftigt sich mit der Situation in Stormarn während des Zweiten Weltkriegs.