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Stormarn Rote Hände erinnern an Kindersoldaten
Lokales Stormarn Rote Hände erinnern an Kindersoldaten
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20:17 16.02.2016
Treffen im Oldesloer Rathaus: (v. l.) Lukas Gunia (TMS), der stellvertretender Bürgermeister Horst Möller, Niniane Denicke (TMS), Lya Niemann (TMS), Natalie Sperling (TMS) und TMS-Verbindungslehrer Heiko Gerdt. Quelle: Fotos: Hfr
Schüler haben auch in Bad Oldesloe an das schlimme Schicksal von Kindern und Jugendlichen erinnert, die in zahlreichen Krisengebieten der Welt als so genannte Kindersoldaten zwangsrekrutiert werden.

„Wir wissen, dass wir allein nicht viel bewirken können, aber gemeinsam können wir Aufmerksamkeit für dieses Problem erzeugen und ein Zeichen setzen.“

Lukas Gunia, Schüler

Stellvertretend für die Schülerinnen und Schüler des Theodor-Mommsen- Gymnasiums (TMS) und der Schule am Masurenweg überreichten die Mitglieder der TMS-Schülervertretung insgesamt 1500 „rote Hände“

an Oldesloes stellvertretenden Bürgermeister Horst Möller im Stadthaus. Diese Aktion wurde bereits zum zweiten Mal in der Kreisstadt veranstaltet. Sie wurde den jungen Leuten selbst organisiert.

Im Rahmen der Aktion „Rote Hand“ informierten die Schüler in den Pausenhallen ihrer Schulen über Zwangsrekrutierungen in Krisengebieten. Als Zeichen sammelten sie auf Papier rote Handabdrücke, die das blutige Geschäft mit Kindersoldaten symbolisieren. Mit mahnenden Botschaften an die Politik möchten sie weltweit gegen den Einsatz von Kindersoldaten protestieren.

„Wir wissen, dass wir allein nicht viel bewirken können, aber gemeinsam können wir Aufmerksamkeit für dieses Problem erzeugen und ein Zeichen setzen“, sagte Lukas Gunia, Schüler des zwölften Jahrgangs der Theodor-Mommsen-Schule. Horst Möller betonte: „Ich finde es beeindruckend, dass sich die Schüler eigenständig mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzen und bedanke mich für ihr Engagement. Ich unterstütze sie daher sehr gerne bei dieser Aktion. Die roten Handabdrücke und ihre Forderungen werden wir an das Bundeskanzleramt in Berlin übermitteln.“

Auch wenn im Zusatzprotokoll der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen der Missbrauch von Kindern als Soldaten seit 2002 verboten ist, gibt es immer noch rund 250000 Kindersoldaten weltweit. Die Aktion „Rote Hand“ erinnert an das weiterhin andauernde Unrecht und fordert die Regierungen auf, die Einhaltung des Zusatzprotokolls durchzusetzen. Die Aktion wird von zahlreichen Organisationen wie Unicef, Missio, Terre des hommes, World Vision Deutschland und vielen mehr unterstützt.

LN

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