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Stormarn Rote Runde thematisiert Kinderarmut
Lokales Stormarn Rote Runde thematisiert Kinderarmut
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18:12 18.11.2016

. Eine neue Arbeitsgruppe zum Thema Kinderarmut ist das greifbare Ergebnis der jüngsten „Roten Runde“ der Reinfelder Sozialdemokraten.

Der Fraktionsvorsitzende Rolf-Jürgen Hanf stellte fest, dass Kinderarmut zwar ein wichtiges Thema sei, da viele betroffen seien, aber das Thema bisher nur unzureichend ins öffentliche Bewusstsein gedrungen sei. Etwa zehn Prozent aller Kinder in Reinfeld lebten in Hartz- IV-Haushalten. Damit stünden ihnen, abhängig vom Alter, zwischen 7,90 und 10,20 Euro täglich zur Verfügung. Davon müsse der gesamte Lebensunterhalt bestritten werden.

Alexander Witsch vom Kinderschutzbund wies darauf hin, dass nicht nur die Kinder aus Hartz-IV-Familien betroffen seien, sondern auch die so genannten Aufstocker, die mit dem Lohn für ihre Arbeit noch nicht einmal das Niveau von Hartz IV erreichten und durch Sozialhilfe aufstocken müssten. Eine ausreichende finanzielle Ausstattung für die Kinder sei notwendig, da eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit den Hartz-IV-Sätzen nicht möglich sei. Das fange in Kitas und Schule an, wo die Eltern sich an den Kosten für Unterrichtsmaterialien und Ausflügen beteiligen müssten.

Adalbert Fritz vom SV Preußen berichtete, dass über das Bildungs- und Teilhabepaket jedem bedürftigen Kind zehn pro Monat zusätzlich zur Verfügung stünden, dieses Geld jedoch nicht ausreiche, den niedrigsten Beitragssatz des SV Preußen zu begleichen. Daher verzichte der Verein in besonderen Fällen vorübergehend auf den Beitrag. Rolf-Jürgen Hanf forderte, dass die bei der „Roten Runde“

gewonnenen Erkenntnisse zu konkreten Verbesserungen führen müssten.

LN

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