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Stormarn SaM beantragt zweiten Sozialarbeiter
Lokales Stormarn SaM beantragt zweiten Sozialarbeiter
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21:14 19.09.2016

Wie viele Betreuer kann eine Schule für sich reklamieren? Über diese Frage zerbrachen sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses im Oldesloer Schulverband die Köpfe.

Martin Beck, Bürgermeister von Pölitz.

Matthias Welz, Leiter der Schule am Masurenweg, hatte dem Gremium erklärt, dass ein Sozialarbeiter nicht mehr ausreiche, um alle Aufgaben bewältigen zu können. „Er leistet hervorragende Arbeit, aber er wird allem nicht mehr gerecht. Die Beanspruchung ist zu groß“, sagte er. Beispielhaft für die Probleme legte Welz dar, dass es bereits im ersten Schuljahr Kinder gebe, die nicht fähig seien, dem Unterricht zu folgen, ganz abgesehen von Schulschwänzern der Klasse 8. Welz warnte davor, dass sich ein solches Verhalten wie ein Schneeball fortsetze, so dass es bald um ganze Klassenstufen schlecht stehe, wenn nichts geschehe.

Die Frage von Rosemarie Behrendt (SPD), ob es einen Schlüssel gebe, ab welcher Schülerzahl ein Sozialarbeiter eingestellt werden müsse, wurde verneint. Es gebe dazu keine Regelungen. Pölitz’

Bürgermeister Martin Beck sagte, er könne das Anliegen der Schule verstehen. „Aber ich sehe den Träger nicht in der Verantwortung. Wir tragen ja schon bei den Kindergärten eine große finanzielle Belastung. Meiner Ansicht nach müsste sich die Jugendhilfe des Kreises um schwerwiegende Fälle kümmern“, sagte Beck. Die Kosten für eine Vollzeitstelle betragen 64 000 Euro im Jahr.

Auf die Feststellung, dass die Grundschule Mollhagen Landesmittel für die Schulsozialarbeit bekommt, erklärte Doris Heine von der Amtsverwaltung Bad Oldesloe-Land, dies sei darauf zurückzuführen, dass es anfangs nur wenige Schulen gegeben habe, um finanzielle Unterstützung gebeten hätten. Inzwischen seien es aber viel mehr Antragsteller, so dass die Summe für jede einzelne Schule geringer ausfalle.

Im Raum stand letztlich, dass das Land Schulen mit 10 000 Euro für eine Vollzeitstelle unter die Arme greife. Doch ganz sicher waren sich die Anwesenden nicht. Thomas Sobczak, Fachbereichsleiter Bürgeramt der Oldesloer Stadtverwaltung: „Die Regeln der Vergabe sind in höchstem Maßen intransparent. Man kann sich nur freuen, wenn es etwas gibt und das Geld entgegennehmen“, sagte er. Das Verhältnis 750 Schüler pro Sozialarbeiter sei unter Trägerschaft der Stadt Bad Oldesloe ähnlich wie bei der Schule am Masurenweg – mit Ausnahme der Stadtschule, weil sie ein Brennpunkt mit vielen sozialen Problemen sei.

Vereinbart wurde, dass die Amtsverwaltung noch einmal genau die Bedingungen auslotet, unter denen eine Sozialarbeiterstelle bezuschusst wird. Als Kompromiss schlug der Schulverbandsvorsitzende Harald Lodders vor, eine Halbtagsstelle zu schaffen. Inwieweit sie gefördert werden kann, soll auch geprüft werden.

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