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Stormarn Schlaglöcher in Bad Oldesloe landen im Computer
Lokales Stormarn Schlaglöcher in Bad Oldesloe landen im Computer
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02:30 05.01.2013
500 000 Euro sind ein gutes Budget, mit dem wir schon ordentlich etwas in der Stadt bewegen können.“Klaus-Peter Scharnberg, Tiefbauamt
Bad Oldesloe

Bürgermeister Tassilo von Bary geht mit guten Beispiel voran: Er kommt am Vormittag in das Büro von Klaus-Peter Scharnberg, dem Sachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadt Bad Oldesloe, geschneit und meldet: „Ein Schlagloch!“ An der Ecke Schützenstraße/Hamburger Straße sei es, von normaler Größe, ihm sei aber nicht auszuweichen, da müsse etwas geschehen. Schon greift Scharnberg zum Telefon und berichtet Bauhofleiter Axel Ruster von der Schadstelle. „Vielleicht kann ein Trupp da heute noch vorbei“, sagt der Diplom-Ingenieur in den Hörer. Tatsächlich ist das Loch später mit Kaltasphalt gefüllt.

Der Bürgermeister ist zufrieden. „Unser Pavement Management System hat sich bewährt“, sagt er im Hinblick auf den im Vergleich zu anderen Städten doch recht guten Zustand „seiner“ Straßen und die wenigen Schlaglöcher. Das Pavement Management System — kurz PMS — ist nichts anderes als ein Straßenoberflächenunterhaltungsprogramm, das die Kreisstadt seit 2010 einsetzt. „In die Datenbank wurden die insgesamt 120 Kilometer Stadtstraßen unter anderem in Länge und Zustand aufgenommen und klassifiziert“, erklärt Klaus-Peter Scharnberg das System. Sinn ist es schlicht, die Straßenunterhaltung unter volks-, betriebswirtschaftlichen und technischen Aspekten zu optimieren. „Anhand des Budgets und anderen Eckdaten, zum Beispiel der Verkehrsbelastung, sagt uns das Programm, welche Straße als nächstes dran sein sollte“, erläutert der Tiefbauer. Zwar folge man nicht blind den Vorgaben. Aber: „Es hat sich bisher bewährt. Ich denke, wir können erste Erfolge sehen.“

500 000 Euro stellt Bad Oldesloe in diesem Jahr zur Sanierung des Straßennetzes bereit — dass heißt, zur Erneuerung von Asphaltdecken. 375 00 Euro fließen in die Unterhaltung von Straßen im reinen Stadtgebiet, 125 000 in die Instandhaltung von Wirtschaftswegen — Sanierungen, „die die Anlieger nichts kosten“. „Das ist ein gutes Budget, mit dem wir schon ordentlich etwas bewegen können“, gibt sich Scharnberg zufrieden.

So stehen für 2013 folgende Straßensanierungen auf dem Plan des Tiefbauamtes: die Verlängerung des bereits erneuerten Poggenseer Weges über Königstraße bis zum Ende der Feldstraße, der Pferdemarkt, die Mewesstraße zwischen Reimer-Hansen-Straße und Ratzeburger Straße sowie der Bereich Turmstraße/Ecke Pölitzer Weg und kleinere Straßenzüge im Gewerbegebiet an der Hamburger Straße. „Traditionell machen wir solche Arbeiten wie in der Königsberger Straße in den Sommerferien, wenn weniger Verkehr ist“, sagt Klaus-Peter Scharnberg. Denn die Sanierung — vier Zentimeter der alten Decke werden abgefräst, der neue Belag aufgebracht — sorgt, obwohl sie in der Regel schnell erledigt ist, für Verkehrsbehinderungen.

Auch die mit vielen Schadstellen gespickte Ratzeburger Straße hat Scharnberg auf dem Plan. „Da es aber eine Bundesstraße ist, haben wir die Instandsetzung beim Landesbetrieb in Lübeck beantragt“, berichtet der Tiefbauer. „Ja, wir haben die B 208 auf der Liste“, bestätigt Jens Sommerburg, Chef des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Lübeck. Allerdings sei nicht klar, wann es soweit sei. „In diesem und im nächsten Jahr wird es nichts. Aber so eine Liste lebt. Das kann sich noch ändern“, betont Sommerburg. Die Instandsetzung der Ratzeburger Straße wird aus Bundesmitteln finanziert und würde geschätzt eine halbe Millionen Euro kosten.

Die Schlaglöcher in Bad Oldesloe stopfen die Mitarbeiter des Bauhofes im übrigen regelmäßig nebenher — auch jene in Kreis-, Landes und Bundesstraßen, die das Stadtgebiet durchziehen. „Dafür bekommen wir eine Pauschale“, sagt Scharnberg — und freut sich über jeden Bürger, der eine kaputte Stelle im Bauhof meldet — ganz so wie der Bürgermeister.

Das Schlaglochtelefon der Stadt: 0 45 31/ 50 44 71 oder 50 44 60.

Verena Bosslet

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