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Schleppertreff in Schadehorn: Je oller, desto doller und schöner

Bad Oldesloe Schleppertreff in Schadehorn: Je oller, desto doller und schöner

Betagte Raritäten der Landwirtschaft konnten Sonntag bei Bad Oldesloe bestaunt werden.

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So macht Treckerfahren noch mehr Spaß: Mit einem Teppich voller Kinder im Schlepptau drehte Hans Schulz seine Runden über die Wiesen und Äcker.

Quelle: Fotos: Petra Dreu

Bad Oldesloe. Manche rauchten und schnauften, andere tuckerten und vibrierten so sehr, dass sie locker als Ersatz für einen Massagesessel durchgehen könnten: Bei 150 Schleppern und Treckern hatten die Schlepperfreunde Schadehorn aufgehört zu zählen. Viele Familien und Freunde landwirtschaftlicher Geräte kamen am Sonntag nach Schadehorn, um ihr bestes Stück zu präsentieren oder den teilweise betagten Landmaschinen bei der Arbeit zuzuschauen.

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So macht Treckerfahren noch mehr Spaß: Mit einem Teppich voller Kinder im Schlepptau drehte Hans Schulz seine Runden über die Wiesen und Äcker.

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Auch die Kinder kamen bei den Schlepperfreunden Schadehorn auf ihre Kosten. Es gab Strohballen in Hülle und Fülle, eine Hüpfburg lud ebenfalls zum Toben ein. Der absolute Hit bei den Kids jedoch war ein einfacher alter Teppich, unter dem eine alte LKW-Plane lag. Beides hatte Hans Schulz auf eine Holzleiste geklemmt. Die Konstruktion zog er gemeinsam mit einer Ladung Kinder über den Acker.

Ordentlich durchgeschüttelt wurden auch Anne und Jörg Wittorf, als sie auf ihrem „Allgaier“ aus dem Jahr 1952 Platz genommen hatten. Der 61 Jahre alte Schlepper war von einem ruhigen und leisen Motorgeräusch zwar weit entfernt, wie so viele andere der in die Jahre gekommenen Raritäten. Allerdings hatte genau das seinen besonderen Reiz.

Den hatte aber auch der „Massey Ferguson Tandem“, den Lars Westphal aus Heilshoop in zehn Monaten Bauzeit rekonstruiert hatte. Der Schlepper bestand aus zwei „MF 65“, die auf ein Fahrgestell montiert waren.

Doch auch andere Trecker und Schlepper ließen die Augen der Besucher leuchten — wie ein alter Lanz Bulldog, den Ramon Hohensee aus Großenaspe mitgebracht hatte. Gebaut wurde er 1951, umgebaut sieben Jahre später. 800 Kilometer im Jahr legt Hohensee mit seinem guten Stück zurück. „Ich lasse kein Treckertreffen aus“, verriet er. Das Besondere an seinem Lanz Bulldog: Auf eine Neulackierung hatte der Treckerfreund aus dem Kreis Segeberg verzichtet. Entsprechend stumpf und alt sah der Lanz Bulldog aus, was ihn nicht hässlich, sondern nur noch „schöner“ machte.

„Mir gefallen alte Schlepper, wenn sie noch in ihrem Urzustand sind, auch viel besser“, verriet Michael Möller von den Schlepperfreunden. Gemeinsam mit mehr als 30 Helfern hatte er das Fest der Interessengemeinschaft vorbereitet. Kräftig unterstützt wurden sie dabei von ihren Frauen, die Berge voller Kuchen für die vielen Gäste in Schadehorn gebacken hatten. „Wir machen alles in Eigenregie“, so Möller.

Ein Mann der ersten Stunde ist Egon Stapelfeldt. Er war Gründungsmitglied der 1993 ins Leben gerufenen Interessengemeinschaft, die nie Verein werden wollte. Stapelfeldt kann sich noch gut an das erste Treffen erinnern. „Angefangen haben wir mit 50 Schleppern. Dann jedoch wurden es immer mehr“, berichtet der ehemalige Mitarbeiter der Firma Lythall Landmaschinen. Für ihn gab es keine Landwirtschaftsmaschine, die er nicht reparieren konnte. Stolz ist er, wenn Kinder und Erwachsene gleichermaßen vor der alten Dreschmaschine aus dem Jahr 1928 stehen und zuschauen, wie früher Korn gedroschen wurde. Die Maschine ist Eigentum der Schlepperfreunde, die mithelfen, solche Raritäten für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Erst wieder 2015
2 Jahre müssen die Fans jetzt warten, bevor die Schlepperfreunde Schadehorn ihren Treff für die Liebhaber alter Landmaschinen wieder veranstalten. Zu finden ist die zu Bad Oldesloe gehörende Bauernschaft entlang der Kreisstraße 95 zwischen Fresenburg und Niendeel.

Petra Dreu

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