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Stormarn Alarm in der Wiege
Lokales Stormarn Alarm in der Wiege
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14:06 24.12.2018
Monika Wiborny bei der Babymassage, die die Kleinen schnell beruhigt. Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

Alle, die Kinder haben, kennen durchwachte Nächte, wenn die Kleinen Zähne bekommen oder einfach nicht schlafen wollen. Diese Phasen machen die meisten Eltern durch und sind nach ein, zwei Tagen überstanden. Was aber, wenn das Baby einfach nicht aufhören will zu schreien und seine Eltern an den Rand des Wahnsinns treibt ? Für diese Familien gibt es mit der Schrei-Baby-Ambulanz eine Anlaufstelle direkt in Bad Oldesloe – auch an und zwischen den Feiertagen.

Standorte auch in Reinbek und Ahrensburg

Die Krisenbegleitung für (werdende) Eltern und Kinder von 0 bis 3 Jahren gibt es als Verein Rückhalt bereits seit 2003, in dem Monika Wiborny von 2010 bis 2016 mit im Vorstand tätig war. Daraus entwickelte sich 2008 die Schrei-Baby-Ambulanz im Kreis Stormarn, die die Standorte Reinbek, Ahrensburg und seit 2005 Bad Oldesloe umfasst.

Um finanzielle Unterstützung wahrnehmen zu können, gründete sich dazu 2016 der Trägerverein Schrei-Baby-Ambulanz Kompetenzzentrum Frühe Hilfen, dem Monika Wiborny ebenfalls seit der ersten Stunde angehört.

Informationen unter www.sba-kompetenzzentrum.de oder bei Monika Wiborny, Telefon 040/45 92 48.

Als „Schreibaby“ gilt aus medizinischer Sicht ein Säugling, der mindestens drei Stunden am Stück an drei Tagen in der Woche über drei Wochen schreit. „Das ist allerdings keine Voraussetzung, um mit uns Kontakt aufzunehmen“, betont Monika Wiborny, die Ansprechpartnerin in der Hebammenpraxis, Bahnhofstraße 12, in Bad Oldesloe ist. „Gerne darf man sich auch früher an uns wenden, wenn man sein Kleines nicht beruhigt bekommt“, erklärt die Heilerzieherin und Sozialtherapeutin.

Angst, zu versagen

Denn viel zu oft hat die Mutter eines Sohnes schon erlebt, dass Eltern sich zunächst scheuen, um Hilfe zu bitten – aus Angst, versagt zu haben. Meistens wenden sie sich erst an die Schrei-Baby-Ambulanz, wenn sie schon völlig entkräftet sind. „Von dem Gedanken des Versagens muss man sich lossagen, denn das Schreien eines Babys kann die unterschiedlichsten Gründe haben“, sagt Wiborny. Betroffene sollten sich schnell Hilfe holen. Innerhalb von 48 Stunden nach einem Anruf gibt es für die Familien einen Gesprächstermin in der Hebammenpraxis und oftmals ist das Kind in den Armen von Wiborny schon nach einigen Minuten beruhigt. „Das ist kein Hexenwerk, sondern resultiert aus der Tatsache, dass ich in dem Moment entspannt und nicht in der angespannten Situation der Familie bin. Das spürt das Kind“, erklärt sie.

Ursachen herausfinden

In Gesprächen wird dann der Ursache des Schreiens auf den Grund gegangen. Das kann zum Beispiel eine schwere Schwangerschaft, eine traumatische Geburt, familiäre Sorgen oder ein Umzug sein. „Tatsächlich findet sich der Grund meist schon beim ersten Gesprächstermin“, hat Monika Wiborny festgestellt. Danach geben sie und ihr Team Eltern und Kindern die Möglichkeit, wieder zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen und Kräfte aufzutanken, aber auch Tipps, mit der Situation zu Hause umzugehen. Bis zu zehn Termine mit der Krisenbegleitung kann eine Familie in Anspruch nehmen, im Durchschnitt helfen aber schon vier bis fünf Treffen. Doch auch für Fragen und Unterstützung danach oder zwischendurch bietet der Verein stets seine Hilfe an.

Weitere Angebote

Neben der Rufbereitschaft von montags bis freitags (außer in der Nacht) bietet der Verein auch Kurse an. Derzeit läuft „Es war eine schwierige Geburt“, bei dem sich Eltern über ihre Erfahrungen zum Thema austauschen können.

Im Januar startet eine „Angeleitete Selbsthilfegruppe“ für Eltern mit Kindern bis zu drei Jahre zum Thema „Nichtschlafende Kinder“. Hierfür kann man sich unter www.sba-kompetenzzentrum.de oder bei Monika Wiborny, Telefon 040/45 92 48, anmelden.

Ganz ohne Anmeldung können Eltern am regelmäßigen Frühstück im Haus der Begegnung, Poggenseer Weg 28, in Bad Oldesloe teilnehmen. Bei diesem Angebot montags von 10.15 bis 12.15 Uhr ist Monika Wiborny ebenfalls vor Ort und bietet in diesem Rahmen eine Babymassage (10.45 bis 11.45) an. Das Frühstück ist eine Gemeinschaftsaktion des evangelischen Familienzentrums und der Schrei-Baby-Ambulanz.

Sandra Freundt

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