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Stormarn Schüler büffelten Umweltschutz
Lokales Stormarn Schüler büffelten Umweltschutz
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21:33 21.06.2016
Aktiver Klimaschutz an den Ostseestränden: Die Klimaschützer vom Gymnasium Eckhorst Bargteheide am Ostseestrand. Quelle: hfr

Mit elf Klassen an den Strand zu fahren – das klingt nach leichter Sommerunterhaltung kurz vor Ferienbeginn. Doch am Gymnasium Eckhorst bedeutete das mehr: Nicht nur theoretisch sollte über Mikro- und Makroplastikmüll informiert werden, sondern in Übereinstimmung mit dem Citizen Science-Projekt sollten auch praktische Einblicke in die Forschungsarbeit ermöglicht werden.

Das Projekt wird in Kooperation der Kieler Forschungswerkstatt mit den „Cientificos de la Basura“ der chilenischen Universität Catolica del Norte in Coquimbo, Chile organisiert – auch mit Unterstützung des Ministeriums für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein und dem Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel.

„Die Schüler erhalten damit die Gelegenheit, ihre Ergebnisse wissenschaftlich zu dokumentieren und sich mit chilenischen Schülern darüber auszutauschen", erklärte Organisatorin Claudia Vogel. Vom Gymnasium Eckhorst ging es für die rund 300 Schüler aller Jahrgänge zu dem jeweils zur Untersuchung zugeteilten Strandabschnitt, beispielsweise bei Neustadt, Grömitz oder Lensterstrand im Kreis Ostholstein. Vor Ort hatten die Gruppen Forschungsaufgaben zu lösen und Proben von Algen, Muscheln oder Krebsteilen zu sammeln und zu bestimmen.

„Besonders beeindruckend war die Zusammenarbeit von Oberstufen- mit Orientierungsstufenschülern“, freute sich Biologielehrerin Anke Plickat. „Mit der so genannten Transektmethode analysierten die Schüler zum Beispiel in Gruppen einen Strandabschnitt und dokumentierten die Funde mit der Handy-Kamera und sammelten die Plastikteile in Stoffbeutel“, beschrieb ihre Kollegin Claudia Vogel das Vorgehen.

Andere Gruppen nahmen Mikroplastikproben vor. Um den Strand auf Belastung durch Mikroplastik zu untersuchen, wurden Sandproben in Gläsern gesammelt, die jetzt im Biologieunterricht analysiert und in das Forschungsprojekt eingebracht werden. „Wir haben etwas mit- und voneinander über Klimaschutz lernen können und das bei bestem Strandwetter“, zog Schülersprecherin Antonia May ihre Bilanz.

LN

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