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Stormarn Schüler punkten mit Roboter
Lokales Stormarn Schüler punkten mit Roboter
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18:12 09.06.2017
Ein Team, das toll zusammenarbeitet: Berenike, Albert und Svantje (v. l.) von „STS – Humor fehlt leider“. Quelle: Fotos: Sf

Am nächsten Wochenende, 17. und 18. Juni, ist es soweit: Das Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO) wird in Schweinfurt ausgetragen. 88 Teams in unterschiedlichen Kategorien und Altersklassen kämpfen bei diesem internationalen Roboterwettbewerb, der Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik begeistern möchte, um eine der 13 Startberechtigungen zum Weltfinale in Costa Rica im November. Auch ein Team der Stadtschule aus Bad Oldesloe ist im Rennen.

Team der Oldesloer Stadtschule startet im Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO).

Berenike, Svantje und Albert (alle 11 Jahre alt) vom Team „STS – Humor fehlt leider“ qualifizierten sich Ende Mai beim Regionalentscheid mit dem ersten Platz zum Deutschlandfinale und sind jetzt schon mächtig aufgeregt. Den Namen gab Berenike der Gruppe. „Am Anfang mussten wir uns erstmal finden. Weil da noch keine rechte Motivation aufkam, hab’ ich so in den Raum geworfen ,Stadtschulteam – Humor fehlt leider’“, sagt die Gemeinschaftsschülerin.

Sie ist die einzige aus dem Trio, die bereits im vergangenen Jahr beim Regionalentscheid dabei war und mit ihrer Gruppe den sechsten Platz belegte. „Bei uns stimmte einfach die Chemie nicht“, erklärt die junge Oldesloerin die Trennung der Mitglieder.

Mit Svantje und Albert hat Berenike, die am liebsten die Computerarbeiten übernimmt, nun aber Team-Mitglieder gefunden, die sich wunderbar ergänzen – denn die beiden sind mehr die „Bauer“.

Erstmals haben sich die Schüler im LEIS (Lego Education Innovation-Studio)-Raum der Stadtschule getroffen. „Das ist einer von nur 25 von Lego abgenommenen Räumen in ganz Deutschland“, sagt Bernd Müller. Der Technik-Lehrer der Stadtschule leitet das von Januar bis zum Regionalausscheid im Mai laufende Projekt. Er nimmt schon seit vier Jahren mit jährlich zwei Teams an diesem Wettbewerb teil, war dann zwar immer vorne dabei, aber nie auf dem obersten Rang.

„Im ersten Monat des Kurses, der einmal wöchentlich stattfindet, finden sich die Teams zusammen, im Februar werden dann die Aufgaben für den Wettbewerb offiziell bekannt gegeben. 2017 stehen sie unter dem Motto ,Robots for Sensibility‘, also Roboter, die für die Nachhaltigkeit sorgen sollen“, sagt Müller.

In der Altersklasse acht bis zwölf Jahre gilt es diesmal, Jaguare und Schildkröten (aus Lego-Steinen) zu schützen und sie mithilfe des Roboters in ihren natürlichen Lebensraum zurückzubringen. Dies alles geschieht auf einem zwei Quadratmeter großen Parcours. „Zuerst gilt es, den Roboter, der bestimmte Lego-Elemente wie die Steuerung aus Lego-Technik enthalten muss, zu bauen, anschließend wird er programmiert“, erklärt Albert. „Die Anfangsschwierigkeit bei uns war die Entscheidung, ob wir Räder oder Kugeln verwenden. Nachher haben wir beides genommen“, sagt Berenike.

Dann folgen der Aufbau des Parcours und die Testläufe. „Entsprechend, wie viele Tiere auf dem Feld stehen, muss der Roboter passend dazu Forscher (rotes Steinpaket) und Besucher (blau) abwerfen. Wenn er dann zu doll gegen die Wand fährt, fällt schon mal ein Stein mehr ab“, berichtet Svantje von Schwierigkeiten bei den Probefahrten.

Am Wettbewerbstag Ende Mai in Wahlstedt lief es aber und die Punkte purzelten nur so für das Stadtschulteam. Tatsächlich ist das Punktesammeln das Ziel bei den vier Durchgängen des Wettbewerbs. „Aufs Gewinnen hofft man immer, aber am Wochenende hoffen wir erstmal nur, dass der Roboter richtig fährt und wir gut abschneiden“, sagt Berenike.

Die Regeln

1. Aufgabe: Zunächst haben die Teams der „Regular Category“ zweieinhalb Stunden Zeit, den Roboter ohne Hilfe vom Lehrer und aus dem Gedächtnis heraus aufzubauen und zu programmieren. Im Anschluss folgt der erste Lauf: Der Roboter muss dabei in zwei Minuten die Aufgaben abarbeiten. Ein Schiedsrichterteam bewertet das mit Punkten.

Die zweite Bauzeit geht über 60 Minuten, in denen Veränderungen vorgenommen werden können, danach beginnt der nächste Lauf. Zwei weitere Bauzeiten über je dreißig Minuten mit anschließenden Läufen folgen. In die Bewertung fließen die beiden besten Runden. Das Stadtschul- Team misst sich beim Deutschlandfinale mit 22 anderen Teams. sf

Sandra Freundt

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