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Stormarn Schützenfest: Volle Halle und ein Umzug im strömenden Regen
Lokales Stormarn Schützenfest: Volle Halle und ein Umzug im strömenden Regen
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20:21 19.08.2013
Zumindest ein Schütze aus dem Sachsenwald war gegen den Regen gut gerüstet. Quelle: Fotos: jeb
Trittau

Volles Haus bei der Oldie-Disco in der Schützenhalle am Freitagabend in Trittau, leeres Festzelt zur gleichen Zeit bei der Flirt-Party auf dem Schützenplatz. So begann das Trittauer Schützenfest, das wohl zum letzten Mal an seinem angestammten Platz oberhalb des Schönaubades gefeiert wurde.

Am Sonnabend schlugen dann die letzten Minuten der Amtszeit von König Thimo Wilke. Als Thimo, der Verliebte, ging er in die Geschichtsbücher des Trittauer Schützenvereins ein, nachdem er vor Jahresfrist inthronisiert wurde und mit Gattin Anne regierte. Es sei ein schönes Jahr gewesen, resümierte Wilke, der nach eigenem Bekunden mit seiner Frau gern an den Veranstaltungen und Festbällen teilgenommen hat. Besonders beeindruckt sei er vom Landeskönigsball gewesen. Das seien Erlebnisse, die er nicht missen möchte und die besonders viel Spaß gemacht hätten. Wilke wird aber auch als der König in die Vereinsgeschichte eingehen, unter dessen Regentschaft der Vorsitzende seines Amtes enthoben worden ist.

Nach dem Katerfrühstück am Sonnabend im Festzelt wurde der neue Trittauer Schützenkönig proklamiert. Der ist von Beruf Zimmermann und gerade einmal 21 Jahre alt. Im Schützenverein ist er aber schon einige Jahre, denn er begann seine Karriere bereits bei den Jungschützen: Sören Rehder, genannt „der Jüngling“. Ihm stehen Claudia Kroll und Stefanie Dietsch als Ritter zur Seite. Jungschützenkönig wurde Leon Wilken. Seine Ritter sind Philipp Miehlke und Justin Schmidt. Schade, dass am Ende für die Musikanten der Trittauer Feuerwehr, die vier Stunden lang für Unterhaltung gesorgt hatten, nicht mehr genug zu essen da war.

Zum wiederholten Mal spielten „Boerney und die Tri Tops“ zum Tanz am Abend auf, und auch Radio-DJ Michael Wittig sorgte für Stimmung. Die Besucherzahlen waren auch hier nicht so hoch wie im vergangenen Jahr. Damit setzte sich beim Schützenfest in Trittau der allgemein zu beobachtende Trend fort.

Am Sonntag sammelten sich die Schützen zum Festmarsch, wegen der Straßenbaustellen durften sie aber nur auf eher abgelegenen Straßen vom Penny-Markt gegenüber der Kirche aus bis zum Festplatz laufen.

Doch das Wetter spielte nicht mit. Bevor der Umzug begann, fing es zu schütten an. In einer kurzen trockenen Phase entschieden Vorstand und Polizei, den Umzug zu starten, allerdings verkürzt vom Penny-Parkplatz über die Kirchenstraße zum Festplatz. Dennoch dürften viele Schützen richtig nass geworden sein.

Gute Nachrichten für die Restaurierung der alten Vereinsfahne. Etwa 3700 Euro werden dafür benötigt. Die Schützen hatten zu Spenden aufgerufen. Inzwischen habe der Verein etwa zwei Drittel davon zusammen, machte Interimsvorstand Oliver Graf am Sonntag deutlich. Die genaue Spendensumme wollte er nicht nennen. Bleibt festzustellen, dass nun einer der Gönner eine Wochenend-Reise unternehmen kann, denn die hatte der Verein beim Erreichen der 50- Prozent-Marke ausgelobt.

Jens Burmester

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