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Stormarn Schwerlastkran gerät in die weiche Bankette
Lokales Stormarn Schwerlastkran gerät in die weiche Bankette
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20:44 04.08.2017
Erheblich in Mitleidenschaft gezogen: der umgestürzte Kran. Quelle: Fotos: Jeb

Der Schwerlastkran eines Ostholsteiner Unternehmens war gerade einmal zwei Wochen in Betrieb, da kippt er in einen Graben: Am frühen Donnerstagabend geriet der junge Fahrer des fast neuen 35-Tonnen-Kranes auf der Landesstraße 90 zwischen Lasbek und dem Autobahnkreuz Bargteheide auf die Bankette, rutschte meterweit durch den Straßengraben und kippte dabei auf die Seite. Das Gefährt wurde bei dem Unfall erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

Ostholsteiner Firma rückte selbst an, um das 400 000 Euro teure Fahrzeug bei Lasbek zu bergen.

Wie es zu dem Unfall gekommen ist, ist nach Polizeiangaben nicht bekannt. Für die zur Unfallstelle geeilten Beamten war es ein sogenannter „S3 Unfall“, das heißt ein Unfall ohne Personenschaden und mit geringfügiger Ordnungswidrigkeit und damit Aufnahme frei. Um das etwa 400 000 Euro teure Gefährt zu bergen, schickte die Kranfirma aus dem ostholsteinischen Süsel zwei weitere Kräne, einen Tieflader und ein Lkw-Bergefahrzeug an die Einsatzstelle. Gegen 20.30 Uhr trafen die Fahrzeuge ein. Um dort gefahrlos arbeiten zu können, wurde die L 90 zwischen dem Autobahnkreuz Bargteheide und Lasbek von der Kranfirma auf der einen und der Polizei auf der anderen Seite gesperrt. Ein 45-Tonnen-Kran und ein 60-Tonnen-Kran wurden entsprechend in Stellung gebracht, dazwischen der Auflieger des Tiefladers.

Langsam schoben die Kräne ihre Teleskopausleger aus. Mitarbeiter hängten riesige Bergeschlaufen in die Haken, die sie vorher am havarierten Kran befestigt hatten. Dann hoben sie langsam an.

Millimeter für Millimeter hievten sie das umgestürzte Fahrzeug aus dem mit Schlamm gefüllten Graben und setzten es direkt auf den bereitgestellten Tieflader. Damit wurde der Kran später in das Werk des Herstellers gebracht.

Gerade einmal eine knappe Stunde dauerte die Bergung des Krans, die gegen 21 Uhr begonnen hatte. Gegen 23 Uhr waren auch die letzten Aufräumarbeiten erledigt und die Straße wurde wieder für den Verkehr freigegeben. Zuvor mussten Mitarbeiter der Straßenmeisterei die Unfallstelle mit den tiefen Furchen im Straßengraben sicherheitshalber mit Warnbaken absichern. Zu nennenswerten Behinderungen kam es während der Bergung nicht.

jeb

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