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Stormarn Sechs Einbrüche bei Bella-Donna
Lokales Stormarn Sechs Einbrüche bei Bella-Donna
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20:19 12.01.2016
Dagmar Greiß (r.) und Astrid Lobreyer zeigen eines der Fenster, das Einbrecher demolierten, um ins Haus zu kommen. Quelle: von Dahlen

Mit vielen Preisen ist das Oldesloer Bella-Donna-Haus im Vorjahr bedacht worden. Doch es gab auch Schattenseiten. Gleich sechs Mal ist 2015 in das Gebäude an der Bahnhofstraße eingebrochen worden. Große Beute machten die Diebe jeweils nicht. Der Schaden, den sie hinterließen war dafür umso erheblicher.

„Es ist uns nicht begreiflich. Bei uns ist kaum etwas zu holen“, sagte gestern Vorstandsmitglied Dagmar Greiß. Ihr zufolge gab es seit Eröffnung des Hauses im Jahr 2004 insgesamt 14 Einbrüche. Zu Beginn hätten die nächtlichen Eindringlinge vielleicht noch etwas Geld gefunden. Aber inzwischen lasse niemand mehr Wertsachen im Haus liegen.

Wie in den meisten Fällen drangen die Diebe auch beim jüngsten Einbruch im November aus Richtung des alten Friedhofs von der Rückseite ins Gebäude. Sie hebelten eine Tür auf. Durch den Sportraum kletterten sie übers Dach in die Hebammenpraxis. Auch die anderen Mieter wie das Büro der Lerntherapie, der Verein Frauen für Frauen, der Heilpraktiker und das Thai-Restaurant hatten des Nachts schon ungebetene Gäste.

Mit einem Kuhfuß oder anderen groben Werkzeugen gingen die Unbekannten zu Werke und hinterließen jedes Mal aufs Neue stark beschädigte Türen und Fenster — Kostenpunkt etwa 20 000 Euro. Im Februar vergangenen Jahres rissen die Langfinger gar einen Tresor aus der Wand und ließen ihn mitgehen. Die Polizei fand ihn schließlich auf einem Acker in Benstaben wieder.

„Der Schaden ist immer größer als die Summe, die die Täter erbeuten“, sagte Büromanagerin Astrid Lobreyer. Zudem sei es stets mit viel Aufwand verbunden, die Straftat anzuzeigen, die Versicherung einzuschalten und letztlich Handwerker zu engagieren. „Zeit, die ich lieber in andere Aktivitäten investieren würde“, sagt Lobreyer. Doch das allein sei es nicht. Die Einbrüche störten das Sicherheitsgefühl im Haus. Ebenfalls im Februar sei es den Dieben gelungen, einen Generalschlüssel aus dem Haus zu stehlen. Die gesamten Schlösser hätten danach ausgetauscht werden müssen.

Um ihren Mietern mehr Schutz zu gewähren, wollen die Frauen vom Bella-Donna-Haus jetzt eine Alarmanlage einbauen lassen, eine Investition von 20 000 Euro. „Bis jetzt haben wir noch nie öffentlich zum Spenden aufgerufen. Aber für einen kleinen Verein ist das eine große Summe“, sagt Lobreyer. Das Geld soll über eine neue Leih- und Schenkgemeinschaft zusammenkommen. Dabei verpflichten sich mindestens zehn Personen im Monat zehn bis 50 Euro zu spenden und das über fünf Jahre hinweg. Die daraus resultierende Summe zahlt die Gemeinschaftsbank GLS dem Verein gleich aus. Wer spenden mag, findet Details unter www.bella-donna-haus.de.

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