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Stormarn Seit zwei Jahren ist das Schwimmbad zu
Lokales Stormarn Seit zwei Jahren ist das Schwimmbad zu
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21:10 03.07.2013
Von Kerstin Kuhlmann-Schultz
Kommende Woche geht der erste Baureinigungstrupp in das Bad Oldesloer Hallenbad und entfernt zum ersten Mal den gröbsten Dreck. Quelle: Fotos: kks
Bad Oldesloe

Es ist auf den Tag genau zwei Jahre her, dass das Bad Oldesloer Hallenbad für Sanierungsarbeiten geschlossen wurde. Optimistisch verkündeten die Stadtwerke damals, dass das Bad bereits ein Jahr später im Sommer wieder eröffnen würde. Optimistisch waren auch die geschätzten Kosten: 6,8 Million Euro. Beides war ein großer Irrtum. Bis heute können sich keine Schwimmer in den Becken tummeln und die Kosten sind um eine Million auf knapp acht Millionen Euro gestiegen. Geschuldet ist das den vielen Mängeln, die erst während der Sanierung zu Tage traten.

Deshalb arbeiten die Handwerker immer noch im und rund um das Hallenbad am Konrad-Adenauer-Ring, das 1974 eröffnet wurde. Knapp fünf Millionen Mark (2,5 Millionen Euro) hat das Bad damals gekostet.

„Im Oktober wollen wir fertig sein.“ Es ist bald wie ein Mantra, das der Leiter der Stadtwerke, Jürgen Fahl, in den vergangenen zwei Jahren wiederholt. Immer wieder musste er die Eröffnung verschieben: Erst wurden giftige Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PaK) in Dämmmaterialien unter dem Estrich der Umkleideräume im Hallenbad gefunden; dann stellte sich heraus, dass auch die Decke über den Umkleiden Schäden aufweist — der Stahlbeton war verrostet. Und so ging es auf dieser Baustelle immer weiter, bis es schließlich auch noch zu Auseinandersetzungen um die Arbeiten am Dach kam. Die Stadtwerke trennten sich im Frühjahr von der zuständigen Baufirma, die Arbeiten in luftiger Höhe ruhten. Gewitzelt wurde aber schon vorher von der Bad Oldesloer Elbphilharmonie, Fahl wies dies jedoch damals von sich. „Hier gibt es keinen Baustillstand wie in Hamburg“, erklärte er noch im Oktober vergangenen Jahres.

Heute geht der Ingenieur entspannter über die Baustelle. Maler, Fliesenleger, Techniker, Handwerker, die den Außenbereich hin zu Holztreppe pflastern — es wird geackert, aus allen Ecken schallt laute Musik. Die Dacharbeiten und andere Gewerke, die von der geschassten Firma ausgeführt werden sollten, „sind neu vergeben“. An den alten Subunternehmer, der schon vor Ort war, denn „mit dem hatten wir ja keine Schwierigkeiten“. Mehrkosten durch diese Verzögerung wollen sich die Stadtwerke beim entlassenen Auftragnehmer zurückholen. „Wir hoffen, dass wir damit durchkommen, dass die Kosten nicht bei uns bleiben“, so Fahl. Aber das werden wohl die Gerichte entscheiden müssen.

Kommende Woche geht das erste Mal ein Baureinigungstrupp durch das Hallenbad, das jetzt nach den neuesten Erkenntnissen wärmegedämmt und mit modernster Lüftungstechnik ausgestattet ist. Es ist die erste Reinigung seit zwei Jahren. Ende Juli, so Fahl, sollen die Becken — allein das große Schwimmerbecken fasst 1,5 Millionen Liter Wasser — geflutet werden. Ebenso wird das neue, im Anbau entstandene Bewegungsbecken — versehen mit einem Hubboden, der eine Wassertiefe von 1,80 Metern möglich macht — mit Leben bzw. Wasser gefüllt.

Zu einem ersten Probelauf mit Badegästen kommt es, so vermutet der Stadtwerkeleiter, vielleicht Ende August. Auch die Arbeitsgruppe Schwimmbad, bestehend aus Vereins-, Schul-, Schwimmbad- und Stadtvertretern, kommt dann zusammen. Die AG-Mitglieder verhandeln über Eintrittspreise und Schwimmzeiten — für den Fall, dass es im Oktober endlich losgeht.

300 Namensvorschläge
Wie soll das Schwimmbad künftig heißen? An einem Namenswettbewerb konnten Interessierte bis zum 17. Mai teilnehmen. Über 300 Vorschläge, so der Leiter der Stadtwerke Jürgen Fahl, „sind eingegangen“. Im Hauptausschuss der Stadt findet die Vorauswahl statt. Die Stadtverordnetenversammlung wird dann über den neuen Namen entscheiden. Der wird dann zur Einweihung des Schwimmbades bekanntgegeben und als Schriftzug am Bad enthüllt. „Die Halterungen für den Schriftzug sind schon in der Wand“, so der Ingenieur. Und zwar an der Südseite des Bades. Hier finden die Badegäste künftig auch den behindertengerechten Eingangs- und Kassenbereich, der jetzt auf der Ebene der Schwimmbecken liegt.
„Im Oktober wollen wir fertig sein.“
Jürgen Fahl, Leiter der Stadtwerke

Kerstin Kuhlmann-Schultz

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