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Stormarn „Senioren- und Pflegecentrum“ fühlt sich fit für die Zukunft
Lokales Stormarn „Senioren- und Pflegecentrum“ fühlt sich fit für die Zukunft
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19:12 27.07.2017
Im Garten der Einrichtung an der Hamburger Chaussee: (v. l.) Friederike C. Kühn, Nils Thoralf Jarck (IHK Ahrensburg), Detlev Hinselmann, Petra Hansen, Julia Graßl, Lars Schöning und Florian Graßl. Quelle: Foto: M. Thormählen
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Reinfeld

„Wir haben genau die richtige Größe und glauben auch an unsere Zukunft. Sonst hätten wir ja nicht investiert“, erläuterte Florian Graßl, Geschäftsführer der TPR GmbH in Reinfeld. Über die aktuelle Situation des Unternehmens, das die Abkürzung für Therapie, Pflege und Reinfeld in seinem Namen führt, informierte sich jetzt die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck während ihrer Sommertour.

Und die Gäste aus der Hansestadt mit Präses Friederike C. Kühn und Hauptgeschäftführer Lars Schöning waren sichtlich angetan von der Atmosphäre in dem „Senioren- und Pflegecentrum“ an der Hamburger Chaussee in Reinfeld. Hier leben zurzeit 68 ältere Menschen. „Das Konzept ist gelungen. Man spürt, das eine unternehmerische Perspektive umgesetzt wird“, stellte Lars Schöning fest. Bei der jetzt laufenden Sommertour der IHK zu Lübeck gehe es darum, etwas über die Probleme der Betriebe vor Ort zu erfahren.

Lob gab es auch vom Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn, Detlev Hinselmann: „Es herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Das wird überall deutlich – in den Fluren oder auch in den Zimmern.“

Florian Graßl wies darauf hin, dass insgesamt 2,5 Millionen Euro investiert worden seien, damit die Einrichtung erweitert und renoviert werden konnte. Mittlerweile gebe es überwiegend Einzelzimmer.

„Die Menschen, die bei uns wohnen, sollen das Gefühl haben, dass sie sich bei uns wohlfühlen können. Wir wollen damit so nah wie möglich an ihr Zuhause kommen“, erläuterte der Geschäftsführer. Und heimische Produkte kämen auch auf den Tisch: „Wir verarbeiten gern regionale Spezialitäten. Unser Kuchen stammt beispielsweise aus einem Café in Heilshoop.“

Nach Angaben von Heimleiterin Petra Hansen kommen die Bewohner meistens aus Reinfeld und Umgebung. In der Unternehmensphilosophie spiele die Zuwendung zu den älteren Menschen die entscheidende Rolle.

Der Einsatz der Mitarbeiter, so der Geschäftsführer, sei bei dieser Aufgabe besonders wichtig. Leider sehe sich die Pflegebranche weiterhin mit einem erheblichen Problem konfrontiert – dem Mangel an Fachkräften:„Pflegeeinrichtungen sind keine Verwahranstalten. Leider gibt es immer noch diese verbreitete Vorstellung.“ Die Tätigkeit habe weiterhin ein „schlechtes Image“.

Dank der erheblichen Anstrengungen von TPR „sind wir aber relativ gut davor“, betonte Florian Graßl. Das Unternehmen habe viel in die Ausbildung von Nachwuchskräften investiert. Immerhin würden bis zu 60 Prozent der Mitarbeiter in einem Seniorenheim im Pflegebereich beschäftigt werden: „Das muss dokumentiert werden.“

Der Geschäftsführer geht davon aus, dass sich auch in Zukunft an der Struktur der Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein im wesentlichen nichts ändern werde: „Die meisten sind ja inhabergeführt.“

Eine Heim mit rund 70 Plätzen könne durchaus erfolgreich geführt werden: „Denn es ist überschaubar und noch familiär.“ Er wies darauf hin, dass die Einrichtung in Reinfeld zu fast 100 Prozent ausgelastet sei, der Durchschnitt liege bei rund 85 Prozent.

Vier Sparten

25 Jahre ist die TPR mittlerweile aktiv. Es gibt vier unterschiedliche Unternehmensbereiche. Beschäftigt werden rund 130 Mitarbeiter, die etwa 160 Klienten pflegen oder betreuen. Neben dem Pflegebereich mit dem „Senioren- und Pflegecentrum“ geht es um die Eingliederungshilfe, die in einem therapeutischen Wohnheim praktiziert wird. Außerdem gehört zu dem Unternehmen die sozialpsychiatrischen Einrichtung Holstenhof. Geboten wird auch eine ambulante sozialpsychiatrischen Betreuung. Alle Bereiche haben ihren Sitz in Reinfeld. Die GmbH hat ihre Zentrale an der Feldstraße.

Michael Thormählen

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