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Stormarn „Seppl“ wurde zum Helden
Lokales Stormarn „Seppl“ wurde zum Helden
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19:12 19.06.2017
119 Fahrradfahrer starteten über die Marathonstrecke. Quelle: Fotos: Sandra Freundt

713 Radler starteten am Sonntag bei der 18. Auflage des Giro Stormarn, 119 davon wagten sich an die Marathon-Distanz über 217 Kilometer. Nachdem vor dem Start um neun Uhr der Parkplatz noch recht leer gewirkt und Nestler schon Befürchtungen gehabt hatte, ob überhaupt viele Radfahrer am Giro teilnehmen, ist der Organisator vom ausrichtenden RV

Die ersten gingen morgens um 7.30 Uhr auf die Straße.

Trave vollauf zufrieden.

„Wenn man es mal zusammenrechnet, sind in den 18 Jahren bei durchschnittlich 800 Startern, die jeweils rund 100 Kilometer fahren, schon 1,46 Millionen Kilometer zusammengekommen – das ist schon Wahnsinn!“, strahlte Nestler, der selbst bereits seit 15 Jahren die Rundfahrt leitet. Erstmals gab es aber nach seiner Startansprache Applaus von allen sechshundert (Marathonis starteten früher) Teilnehmern. „Das war schon bewegend“, gibt er zu.

Zum ersten Mal gestartet – und dann gleich über die Marathon-Strecke, ist Stefan Burmester. „Ich wurde vor gut einem halben Jahr in geselliger Runde von meinem Chef Ingmar Koschnick dazu überredet", hatte der 53-Jährige vor dem Start noch etwas „Bammel vor der eigenen Courage“. Letztendlich lief jedoch alles gut: „Wir sind gemeinsam in einem Pulk von zwanzig Startern gefahren. Bei circa 185 km hatte ich dann einen kleinen Durchhänger und verlor die Gruppe. Da hat mich dann aber der Ehrgeiz gepackt und ich hab tatsächlich wieder aufgeholt“, so der Zweiradmechaniker. Durch das Meistern dieser Tour blickt er jetzt dem Event „24 Stunden Rad am Ring“ Ende Juli gelassen entgegen. Ein „Held“ der besonderen Art ist Sebastian Willemsen (46). Der Oldesloer fuhr den Giro schon zum wiederholten Mal – immer gemeinsam mit Freunden. Als jetzt „Premier“ Daniel Krück-Wendorff am Klingberg zurückfiel, ließ er sich gemeinsam mit Kumpel Axel Hartkopf (46) zurückfallen, um dem 39-Jährigen im „Sandwich“-Fahren wieder den Anschluss an die Gruppe zu ermöglichen. Kaum war dies geschafft, wurde Hartkopf durch ein kreuzendes Auto ausgebremst. „Da es an einer Steigung immer schwer ist, wieder anzufahren, fiel ich zurück und ,Seppl’ ließ sich erneut zurückholen, um auch mich wieder an Bord zu holen“, freute er sich über den Einsatz seines Kumpels. Willemsen schaffte es dann sogar noch, am Ende der 78er Distanz, welche die Freunde mit einem Durchschnittstempo von 31 km/h bewältigt hatten, als erster seiner Gruppe durch’s Ziel zu fahren und am Nachmittag noch eine Runde Tennis zu spielen.

Ältester Fahrer war wieder einmal Fritz Hillebrenner. Der knapp 83-Jährige, der normalerweise die 122er Distanz absolviert, fuhr diesmal aber nur die 78er Distanz – und später noch die sechs Kilometer weiter nach Meddewade zu seinem Zuhause. SF

LN

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