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Stormarn Sesiani baut seine Zelte in Oldesloe auf
Lokales Stormarn Sesiani baut seine Zelte in Oldesloe auf
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10:42 03.02.2016
Beim Einräumen: Hendrik Willers und Axel Sesiani schaffen ein Zelt in die Lagerhalle. Einige von ihnen sind so hoch, dass sie mit dem nebenstehenden Kranwagen aufgestellt werden müssen. Quelle: von Dahlen
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Bad Oldesloe

Jede Böe bläht die pagodenförmigen Zeltdächer im Oldesloer Rögen tüchtig auf. Noch kein Wetter, um draußen zu feiern. Die meisten Partys steigen dieser Tage wohl eher hinter festen Mauern. Müßiggang ist beim Zelt- und Restaurantbetrieb Sesiani aber deshalb trotzdem nicht angesagt. Die Familie, die bereits die Diskothek Sehsie im Rögen betreibt, verlagert derzeit ihren Stammsitz von Trittau in die Kreisstadt und hat allerlei vorzubereiten.

„Uns gefällt die Lage hier besser. Das Gewerbegebiet liegt zentral, dicht an der Autobahn“, sagt Axel Sesiani. Die ersten riesigen Zelte haben er und Hendrik Willers, der Stiefsohn seines Bruders Heiko, schon in den Lagerraum geschafft. Peu à peu werden sie auch das Mobiliar nachholen. 3000 Stühle und 500 Tische mit Bänken stehen dann zum Vermieten für die neue Saison bereit, auf dass auch beim nächsten Oktoberfest wieder kräftig geschunkelt werden kann.

Mit dem Umzug erweitert die Familie gleichzeitig ihr Geschäftsfeld. „Wir suchten nach einer Möglichkeit, unsere 40 Mitarbeiter auch während der Wintersaison beschäftigen zu können“, erzählt Axel Sesiani. So sei die Idee entstanden, einen Catering-Service aufzubauen. Der Betrieb liefere nicht nur das Essen, sondern auch die komplette Ausstattung der Party vom Teelöffel über Geschirr bis hin zum Teppich.

Sitz des Caterings wird ebenso das Oldesloer Gewerbegebiet sein, so dass sich fortan alle Betriebszweige an einem Standort konzentrieren. Um eine komplette Restaurantküche mit allen Schikanen wie Kühlraum, Gefrierraum und Geschirrwaschanlage einrichten zu können, haben die Sesianis einen Teil der einstigen Baumarkts abgetrennt, in der auch die Disko Sesi untergebracht ist, und unter dem Dach der riesigen Halle ein separates Gebäude errichtet. „Ab dem 1. Mai wollen wir hier starten“, sagt Axel Sesiani. „Dann beliefern wir die Geburtstagsfeier genauso wie große Firmenevents und Feiern.“

Dafür stünden verschiedenste Zelte zur Verfügung — mal in Pagodenform mal mit Satteldach.

Der Wegzug des Zeltbetriebs löst wiederum in Trittau eines der Probleme, das dem Fahrzeugbaubetrieb Wilke Sorgen bereitet. „Wir werden unseren Fertigungsbereich erweitern. Vor neun Monaten haben wir zwar schon eine neue Montagehalle bezogen. Aber sie reicht nicht“, sagt Geschäftsführer Stefan Wilke. Die Auftragslage sei sehr gut. Der Betrieb habe sich auf die Ausstattung von Fahrzeugen im Verteiler- oder Nahverkehr spezialisiert und habe damit eine ideale Nische gefunden. Im Gegensatz zu größeren Unternehmen, die stark vom Russlandembargo betroffen seien, liege der Exportanteil bei Wilke Fahrzeugbau bei 25 Prozent — Tendenz steigend. Abnehmerländer seien Skandinavien, Österreich, Polen und die Schweiz.

„Wir werden auch das Personal aufstocken, momentan suchen wir ja schon Mitarbeiter für Fahrzeugelektrik“, sagt Wilke. Etwa ein Jahr werde es dauern, bis der Neubau auf dem Nachbargelände fertig sei.

Alle Schwierigkeiten, mit denen die Firma zu kämpfen hat, sind damit aber noch nicht beigelegt. „Unser Platzproblem bleibt nach wie vor bestehen. Wir wissen nicht, wo wir unsere ganzen Fahrzeuge parken sollen. Da muss noch eine Lösung her“, sagt der Firmenchef.

Dorothea von Dahlen

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