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Stormarn Setzt Reinfeld auf fairen Handel?
Lokales Stormarn Setzt Reinfeld auf fairen Handel?
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20:53 24.03.2016
Dietmar Gosch (Grüne) präsentierte dem Ausschuss einige fair gehandelte Produkte, die in Reinfeld bereits zu haben sind. Quelle: ukk

Die Grünen drängen darauf, dass die Stadt Reinfeld der Kampagne „Fairtrade Towns“ beitritt. „Damit die Bauern in armen Ländern eine faire Vergütung bekommen“, warb Dietmar Gosch jetzt im Haupt- und Finanzausschuss. Doch er fand mit dem Vorstoß nicht nur Zustimmung.

Immerhin hat er aber die Thematisierung des fairen Handels bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung erreicht. Nach Vorstellung der Grünen soll die Verwaltung bei städtischen Sitzungen mindestens ein Produkt wie Orangensaft, Kaffee oder Tee aus fairem Handel ausgeschenkt werden. Außerdem muss die Stadt eine Organisation wie die Kirche, eine Schule oder einen Verein mit ins Boot holen. Und es muss eine so genannte Steuerungsgruppe für Bestellungen und Umsetzung des Vorhabens ins Leben gerufen werden.

„Das übernehmen wir Grünen“, erklärte Gosch die Bereitschaft seiner Partei. Der Titel „Fairtrade Town“ verschaffe der Stadt eine positive Außenwirkung. In Anbetracht der weltweiten Flüchtlingskrise sei die Weiterentwicklung des fairen Handels ein Beitrag zur Friedenssicherung. Menschen, die in ihren Heimatländern eine gesicherte Existenz haben, bräuchten nicht aus wirtschaftlichen Gründen zu fliehen.

Bei den Sozialdemokraten laufen die Grünen mit ihrem Vorhaben offene Türen ein. Das System, argumentiert Benjamin Freitag, sei sicherlich nicht ausgereift: „Aber wir sollten ein Zeichen setzen.“ Und Manfred Schönbohm von der Wählerinitiative stimmte zu: „Wir müssen ein solches Projekt in Vereine und Schule weitertragen.“

Allerdings forderte Christdemokrat Christian Röhr als Landwirt mit Unterstützung seines Parteifreundes Lorenz Hartwig, die örtliche Landwirtschaft mit in das Projekt einzubeziehen. Hartwig: „Wir könnten die Schulen anweisen, die Milch bei den Meiereien in der Umgebung kaufen. Dann würden wir auch noch Abgas-Emissionen durch längere Transportwege sparen. Und wir würden die örtliche Landwirtschaft unterstützen.“ Ein Liter Milch würde dann eben zehn Cent mehr kosten.

ukk

 

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