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Stormarn Skywalk — Abenteuer in luftiger Höhe
Lokales Stormarn Skywalk — Abenteuer in luftiger Höhe
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20:26 20.01.2016

Mitten im Stadtzentrum Sydneys überragt der Sydney Tower mit seinen 305 Metern Höhe sämtliche Hochhäuser der City. In 45 Sekunden liften Fahrstühle den Gast hoch zur Aussichtsplattform. Die Treppe mit ihren 1504 Stufen darf nur im Notfall benutzt werden. Der Turm soll erdbebensicher sein und Windstärken, die „nur alle 500 Jahre vorkommen“, standhalten. Wenn man die 56 Spann- oder Halteseile von je sieben Tonnen Gewicht aneinanderreihen würde, ergäbe das eine Strecke von Sydney bis nach Neuseeland, oder — europäischer — von London nach Sizilien. Das Kuriosum des Turmes befindet sich oberhalb der Plattformen. Dort wurde ein 162 000 Liter fassender Wassertank aufgepfropft. Er soll der Stabilisierung der Konstruktion dienen.

Bei so vielen, beruhigenden Informationen steht dem 360-Grad-Blick von der 260 Meter hohen Aussichtsplattform also nichts mehr im Wege. „Tower Eye“ wird diese dreifach verglaste Aussichtskuppel genannt. Sie ist eine der fünf für Besucher zugänglichen Ebenen. Die anderen dienen als Café oder Restaurant. Bis zu 1000 Gäste können gleichzeitig auf den stets schwankenden Plattformen einen fantastischen Fernblick genießen. Im Drehrestaurant darf man dabei auch genüsslich speisen.

Bei guter Sicht und noch besseren Augen kann der Blick bis zu 80 Kilometer in die Ferne schweifen, also weit über die Stadtgrenzen Sydneys hinaus, entweder auf den Pazifik im Osten oder zu den Blue Mountains im Westen.

Mit den 260 Metern der Aussichtsplattform geben wir uns dieses Mal allerdings nicht zufrieden. Wir klettern noch zehn Meter höher zum sogenannten „Skywalk“. Dafür verlassen wir dann die gesicherte Glaskanzel und begeben uns auf einer schmalen Brüstung ins Freie.

Doch so einfach geht es natürlich nicht. Nicht ganz kostenfrei erfolgt zunächst eine ausführliche Sicherheitsbelehrung. Wie bei einer Verkehrskontrolle darfst du anschließend ins „Röhrchen“ pusten.

Der geringste Atemalkoholgehalt schließt den Besucher von der Unternehmung aus. Wegen des starken Windes bleiben sämtliche „lockeren“ Gegenstände im Turminnern, also Taschen oder Rucksäcke. Ein blauer Overall soll gegen Kälte schützen, eine dicke Regenjacke ebenfalls. Durch diese Maßnahmen ist der Gast schon rund eine Stunde beschäftigt, denn er soll ja auch noch die „Risikobelehrung mit Haftungsausschluss“ durchlesen und unterschreiben. Bevor sich nun endgültig die schwere Stahltür ins Freie öffnet, wird man noch wie beim Fallschirmspringen in der Absprungzone eingeklinkt.

Und dann geht es hinaus in das Gefühl des Unendlichen. Der Blick schweift zunächst nicht gen Horizont. Beklommen und ängstlich richtet er sich in die Tiefe. Durch das Eisengitter des Laufstegs wird einem die wirkliche Höhe erst einmal richtig bewusst. Ganz unten, kleinen Käfern ähnlich, tummeln sich Menschen und Autos. Der Verstand sagt: „Du bist ja durch ein Seil abgesichert.“ Das Gefühl will aber nicht so recht nachziehen.

Schließlich gewinnt man Sicherheit, schreitet vorsichtig bis mutig voran auf der Eisengitterplanke. Das Auge riskiert einen Blick in quasi unendliche Ferne. Am Stadtrand wird der Grüngürtel sichtbar, der Sydney umgibt. Das riesige Gelände des größten Naturhafens der Welt breitet sich aus, durchsetzt mit weißen Punkten, den Schiffen. Die ansonsten sehr hoch wirkende Harbour Bridge krümelt sich zusammen. Und natürlich sucht und findet das Auge Sydneys Ikone, die Sydney Oper, etwas versteckt hinter einer Häuserflucht.

Die faszinierenden Ausblicke lenken ab von der anfänglichen Beklommenheit. Den heftigen Wind nimmt man nur noch am Rande wahr. So sehr ist man gefangen vom abenteuerlichen Erlebnis. Knapp eine Stunde dauert der Höhenrundgang. Schließlich stehen die Besucher wieder vor der schweren Eisentür, die sich wie von Geisterhand öffnet. Ein letzter Blick nach unten, dann schlüpft man in das sichere Turminnere. „Du schnallst dich ab, schüttelst dich innerlich und äußerlich und fragst dich, ob das Erlebte ein Traum oder Realität war.“ Das Fazit: Skywalk — eine Schlüsselerfahrung der besonderen Art.

Wolf und Gabriele Leichsenring

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