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Stormarn So erobern die Oldesloer ihr neues KuB
Lokales Stormarn So erobern die Oldesloer ihr neues KuB
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13:39 04.09.2016
Bürgerworthalter Rainer Fehrmann (l.) und Bürgermeister Tassilo von Bary durchtrennten gestern symbolisch das Band vor Oldesloes neuem Kulturpalast. Quelle: Fotos: Susanna Fofana (7)
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Bad Oldesloe

 „Es ist super geworden“, freut sich Tamara Krück (34). Einige der Gäste sicherten sich schon Eintrittskarten für die ersten Events im neuen Kulturhaus.

182 Gäste kamen am Abend zum offiziellen Start – Heute großes Fest für die Öffentlichkeit.

„Für die Premiere von „Irren ist männlich“, berichten Heinke Raap aus Oldesloe und Gisela Köhler aus Rümpel. Sämtliche Karten gibt es direkt in der neuen Stadtinfo, neben dem ebenfalls neuen Café von Horizonte.

Vom Foyer aus geht es in den neuen KuB-Saal, der als Multifunktionssaal das Herzstück des Kulturpalastes bietet. Dort tagen künftig auch die Stadtverordneten. Ein zufriedenes Lächeln sah man zur Eröffnung bei Projektleiterin Mandy Treetzen, die mit Blumen für ihren jahrelangen Einsatz geehrt wurde.

Beim Festakt bot Jonathan Shapiro ganz besondere Klangerlebnisse mit Nathan Davis’s „Diving Bell“. Natalya Klem weihte mit Beethoven den neuen, 20000 Euro teuren Flügel ein, für den es Spendensammelaktionen und Tastenpatenschaften gab. Die Latin Strings traten auf, Martin Hermann, Christoph Wiatre und Franz Blumenthal präsentierten den Räuber-Rock von Bully Buhlan. Dabei erwies sich Oldesloes Ehrenbürger Walter Busch als textsicher und sang leise den Räuber-Medley mit.

Christian Bernardy von „Klngstdt“ hatte eigens einen KuB-Song geschrieben. Gestern entdeckten die Gäste zudem die Keller-Übungsräume von „Klngstdt“ und Musikschule. „Ich liebe Schlagzeug“, gestand Angela Schneider-Tezzele (49), die mit Lasse (11), Luka (9) und Lewin (5) dem Schlagzeugspiel von Jasper Wode lauschte.

Herzhaftes Gelächter erscholl aus dem alten Amtsgerichtssaal. Dort wo früher Drogendealer verknackt, Ehen geschieden und Hotels und Häuser unter den Hammer kamen, geht es nun im VHS-Bewegungsraum um Gesundheit – zum Beispiel beim Lachyoga. Im Seminarraum darüber platzt Architekt Gregor Sunder-Plassmann direkt in ein Problem: Aus der Decke tropft Wasser – wohl aus der Kühlanlage. Ein Eimer richtet es provisorisch. Er erzählt, dass das Pommersche Landesmuseum in Greifswald mit ähnlicher Glasfassade Pate gestanden hat für das Oldesloer KuB.

Sein Herzblut steckt auch in einem Kultur-Projekt in Istanbul, das er eineinhalb Jahre lang begleitete. Dort entstand das „Museum der Unschuld“ des türkischen Nobelpreisträgers Orhan Pamuk als Realität gewordene Literatur.

 Susanna Fofana

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