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Stormarn So funktioniert Stormarns neuer Superblitzer
Lokales Stormarn So funktioniert Stormarns neuer Superblitzer
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13:06 26.10.2012
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Stormarn

Autofahrer – und erst recht Motorradfahrer – aufgepasst! Der Kreis Stormarn kann Geschwindigkeitssünder jetzt noch besser blitzen. Ab sofort ist ein neues Fahrzeug auf Stormarns Straßen unterwegs, ausgestattet mit einem noch besseren Messgerät, umgestellt von analoger auf digitale Technik. Kostenpunkt: etwas mehr als 100 000 Euro.

Statt bisher mit vier Lichtsensoren misst der Kreis künftig auf einer 50 Zentimeter langen stationären Leiste mit fünf und ist damit bei der Berechnung von Weg und Zeit unschlagbar. Zumindest dann, wenn das Gerät richtig justiert ist. „Scharfes Abbremsen hilft nicht“, nimmt Jörg Konkat, Polizeihauptkommissar beim Polizei- und Autobahnbezirksrevier Bad Oldesloe, den Autofahrern gleich den Wind aus den Segeln.

Hat der Blitz, der hinter dem Messgerät steht, ausgelöst, dann kommt auch schon das Beweisfoto. Weiterhin schwarz-weiß und mit Nummernschild zur richtigen Zuordnung, allerdings sofort auf dem Computerbildschirm sichtbar, der im grünen Mercedes Vito steht. Das ist für Polizei und Kreis ein großer Vorteil, die Verfahren können schneller abgearbeitet werden.

Beim analogen Verfahren musste bisher gewartet werden, bis der Film der Kamera voll war – 420 Aufnahmen konnten jeweils gemacht werden. Erst dann konnte der Film in die Entwicklung gehen, was allein mindestens eine Woche gedauert hat. Später gingen die Daten weiter zur Bearbeitung in die Bußgeldstelle.

Aber nicht nur die Beschleunigung des Verfahrens freut Polizeihauptkommissar Konkat. Mit der neuen Technik ist es jetzt auch möglich, die Nummernschilder von Motorradfahrern zu erfassen. Denn die werden bisher zwar von vorne geblitzt, haben dort aber kein Kennzeichen.

Die Fahndung nach dem Verkehrssünder ist schwierig. Dagegen hilft jetzt das Messen mit gleich zwei Stationen. Die stehen sich in der betreffenden Straße gegenüber und sichern das Kennzeichen – wenngleich dann immer noch nicht der Fahrer zu erkennen ist, denn der trägt Helm. Dieses Geheimnis zu lüften, ist Aufgabe der Polizeireviere, in deren Gebiet der Wagen gerade misst. Die werden angefunkt, im Idealfall erwischen sie den Fahrer sogar noch unterwegs.

„Wir sind mit der Technik zufrieden, sie ist effektiv“, so Jörg Konkat. Gerade auch auf Straßen, auf denen besonders viel los ist. Die Technik biete auch für den geblitzten Autofahrer Vorteile: Er kann anhalten und sofort im Vito sein Konterfei am Bildschirm sehen. „Wir können die letzten fünf Messungen zeigen, ohne das eigentliche Messen zu unterbrechen“, erklärt Konkat. Er ist froh, dass das neue Fahrzeug auf Stormarns Straßen unterwegs ist. Allein um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Immer zwei Kollegen sind im Einsatz, wenn Raser ins Visier genommen werden, gearbeitet wird in zwei Schichten. „Es sind etwa 400 Messstellen, die wir bedienen“, so der Hauptkommissar. Kreisweit sei der Vito unterwegs, vormittags stünden die Blitzer bei Schulen und Kindergärten. „Das ist unser Schutzauftrag, den wir auch so empfinden.“

Nachmittags „versuchen wir Unfallschwerpunkte zu bedienen“. Oder Bürgeranliegen nachzugehen, beispielsweise zu überprüfen, ob in einer Wohnstraße gerast werde. „Rasen ist ein subjektives Empfinden, oft fahren nur Einzelne schnell.“ Wer das ist, verrät jetzt der neue Blitzer.

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