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Stormarn So viel Regen wie selten: „Land unter“ in Oststeinbek
Lokales Stormarn So viel Regen wie selten: „Land unter“ in Oststeinbek
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14:40 25.07.2016
Feuerwehrleute schieben Wasser aus dem überfluteten Einkaufszentrum. Quelle: Fotos: Dpa/rtn
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Oststeinbek

Bei einem außergewöhnlichen Wetterereignis wurde Donnerstagabend innerhalb einer knappen halben Stunde der gesamte Ort überflutet. „Straßen waren nicht passierbar, Gullys sprudelten, Bäche traten über die Ufer, Keller liefen voll“, sagte Christian Höft von der Feuerwehr Oststeinbek: „Erst ein heißer Sommertag – dann die Wahnsinns-Dusche: diesen Abend werden die Oststeinbeker so schnell nicht vergessen.“

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Gewerbegebiet an der Grenze zu Hamburg unter Wasser.

Gegen 19.45 Uhr begann es im Ort zu regnen und zu hageln. Der Niederschlag wurde immer stärker und um 19.58 Uhr rief der erste Bürger aus der Straße Kohlbergen die Feuerwehr. Sein Keller lief voll.

Schon auf der Fahrt zum Feuerwehrhaus mussten die Kameraden Slalom um sprudelnde Gullys und überflutete Straßen fahren. Innerhalb kurzer Zeit liefen in der Einsatzzentrale so viele Einsätze auf, dass priorisiert werden musste. „Wir haben schon oft und viel Regen gehabt, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, fügte Ortswehrführer Jörg Gramann hinzu.

Die Ortsdurchfahrt Möllner Landstraße wurde zu einem reißenden Bach und war mit einem halben Meter Wasser überflutet. Besonders betroffen war das Gewerbegebiet, insbesondere ein Einkaufszentrum und ein großer Parkplatz, sowie das benachbarte Wohngebiet Kohlbergen, wo Keller vollliefen. In einem Wohnhaus-Keller in der Straße Am Südhang stand das Wasser 1,50 Meter hoch und drückte ein Garagentor aus Metall ein. Der Forellenbach schwoll auf etwa die fünffache Breite an, eine Brücke über den Bach war zeitweise nicht mehr zu sehen und ein Haus in der Brückenstraße war komplett vom Fluss umspült. In der Zeit von 20 bis zwei Uhr nachts mussten rund 50 Einsätze abgearbeitet werden. Zur Unterstützung kamen die Feuerwehren aus Havighorst, Glinde und mehrere Wehren aus Hamburg. Insgesamt waren 130 Einsatzkräfte aus acht Wehren mit 20 Fahrzeugen im Einsatz.

LN

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