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Soll Millionen-Neubau „dasKUB“ heißen?

Bad Oldesloe Soll Millionen-Neubau „dasKUB“ heißen?

In Bad Oldesloe hat die Debatte um den Namen des Kultur- und Bildungszentrums begonnen.

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„Ich wüsste nicht, wofür die Buchstaben stehen, wenn ich nicht von hier wäre.“ Jerome Arps (18)

Bad Oldesloe. Dralle Blumenkohlwölkchen vor sattem blauem Himmel spiegeln sich in der Fassade. Das alte Amtsgerichtsgebäude im Oldesloer Beer-Yaacov-Weg ist längst nicht mehr wiederzuerkennen. Lediglich der Vorbau erinnert noch an die Zeiten, als Justitia dort ihren Stammsitz hatte. Mit dem Fortschritt der Arbeiten am neuen Kultur- und Bildungszentrum drängt sich aber auch die Frage auf, wie das Kind denn eigentlich heißen soll. In den politischen Gremien jedenfalls steht dies derzeit zur Debatte.

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„Die Abkürzung ist langweilig, etwas anderes zu finden aber schwer.“ Laura Bartscheerer, Mary Panzer (18)

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Die Hauptnutzer der Immobilie haben bereits ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und einen Vorschlag unterbreitet. Sie sprechen sich für den Begriff „dasKUB“ aus und möchten diese Schreibweise später auch analog auf den Türschildern im Gebäude lesen, wie etwa „derSAAL“, „dieWERKBÜHNE“ oder „dasFOYER“.

Sehr zum Leidwesen von Franz W. Kuck. Der Journalist protestiert geradezu gegen die außergewöhnliche Typographie des Namens. „Abgesehen davon, dass offenbar die Leertaste geklemmt hat, würden wir uns der Lächerlichkeit preisgeben, das KuB mit großem U zu schreiben“, untermauert er seine Kritik. Immerhin verberge sich hinter der Abkürzung das Wort „und“, das zwischen zwei Begriffen normalerweise klein geschrieben werde. Überdies stelle der Name die schreibende Zunft vor arge Probleme. „Wie soll man es denn formulieren? Das Konzert findet im „dasKUB“ statt?“ fragt Kuck.

Er plädiert dafür, den bereits eingebürgerten Begriff KuB zu behalten. Den Oldesloern, die sich gestern an einer Straßenumfrage beteiligten, spricht er damit aus der Seele. Die meisten assoziierten mit dem Namen gleich das neue Kultur- und Bildungszentrum. Auswärtige dagegen hatten Schwierigkeiten, sich unter der Abkürzung etwas vorzustellen. Das gibt auch Marketing-Spezialistin Nicole Brandstetter zu bedenken. „Ich finde, in der Einfachheit liegt schon die Würze und deshalb sollten die drei Buchstaben bleiben. Damit aber nicht nur Einheimische etwas damit anfangen können, müsste es noch einen Zusatz geben“, schlug sie vor.

Der Vorschlag, einen fantasievolleren Namen für das neue Kulturzentrum zu wählen, der mehr dem glamourösen Erscheinungsbild der Glasfassade gerecht wird, stimmten einige Passanten zunächst eifrig zu.

Für ein mehr als elf Millionen Euro teures Gebäudes müsse er schon außergewöhnlich sein, waren sie sich einig. Doch eine passende Alternative zum „KuB“ kam tatsächlich niemandem spontan in den Sinn.

Musentempel, Kulturpalast — all diese Namen seien zu abgegriffen, hieß es. Letztlich landeten die meisten wieder bei der schon eingeführten Abkürzung.

„Eigentlich ist das zu langweilig“, merkten allerdings die Schülerinnen Laura Bartscheerer und Mary Panzer an. Sie beschäftigen sich im Unterricht an der Ida-Ehre-Schule mit Ästhetik und betrachten demnächst auch das Oldesloer Stadtbild unter diesem Blickwinkel. „Wir werden eine Diskussion über den Namen des Kulturzentrums anregen“, versprachen sie. Schließlich gehöre es schon jetzt zu den herausragenden Gebäuden und wenn später ein Schriftzug mit dem Namen an der Fassade angeheftet werde, müsse sich dieser auch ins Umfeld einpassen.

Gestern Abend debattierten übrigens die Mitglieder des Oldesloer Hauptausschusses über die Namensgebung, am Montag ist sie Thema auf der Stadtverordnetenversammlung in der Festhalle. Sie beginnt um 19.30 Uhr.

Dorothea von Dahlen

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