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Stormarn Sozialverband sorgt sich um die Vergessenen
Lokales Stormarn Sozialverband sorgt sich um die Vergessenen
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23:50 30.11.2016
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Reinfeld

520 Mitglieder allein in Reinfeld und Umgebung, 135000 in Schleswig-Holstein, und der Stormarner Kreisverband erkämpft jährlich sechsstellige Summen.

Bernhard Lobsien (73).
Norbert Gutsche (64).
Bernhard Lobsien (73).
Norbert Gutsche (64).

Feier im Forsthaus

Die 70-Jahr-Feier des Sozialverbandes Reinfeld ist am Freitag, 9. Dezember, um 15 Uhr im Forsthaus Bolande. Die Sprechstunde ist jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat in der Paul-von-Schoenaich-Straße 38. Die Beratung ist nur für Mitglieder.

Beeindruckende Zahlen, hinter denen der Sozialverband steht. Und der Ortsverband Reinfeld feiert in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. Zur Jubiläumsveranstaltung am 9. Dezember kommt sogar die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn,.

Die Mitgliederzahlen waren zwar schon mal höher, aber der Sozialverband hat immer noch Macht. Das stellte auch Bernhard Lobsien (73) aus Zarpen, zweiter Vorsitzender des Reinfelder Ortsverbandes, vor einigen Jahren fest. „Ich komme beruflich aus der Wirtschaft und habe immer gedacht, dass wir in einem ordentlichen Staat leben, in dem alles reibungslos klappt mit der Versorgung.“ Sein persönliches Aha-Erlebnis hatte er dann, als er sich für den Sozialverband eines behinderten Landwirts annahm, der einfach sein Geld nicht bekam. „Ich habe mir dann mal die Unterlagen geben lassen und bei der Rentenversicherung angerufen“, erklärt Lobsien. Und plötzlich ging alles ganz schnell. „Ich bekam schnell einen Rückruf, in dem eine Dame mir den Fehler mit EDV-Problemen erklärte.“

Lobsien: „Es ist erstaunlich, wie viel man ausrichten kann, wenn eine Organisation dahinter steht.“ Es ging um einen vierstelligen Betrag, den der Landwirt dann nach zuvor langen Verhandlungen plötzlich bekam.

Solche und ähnliche Problematiken kommen auch immer wieder in der Sprechstunde des Ortsverbandes aufs Tapet. Oft werden die Fälle dann weiter an den Kreisverband mit Sitz in Bad Oldesloe geleitet.

„Dort sitzen zwei Juristen, die fachlich viel besser Bescheid wissen“, erklärt Norbert Gutsche aus Lübeck. Der 64-Jährige ist seit fast fünf Jahren Vorsitzender des Reinfelder Ortsverbandes.

„Entstanden ist der Sozialverband vor 70 Jahren aus dem ehemaligen Reichsbund“, weiß Gutsche. „Den gab es bereits seit Ende des Ersten Weltkriegs. Er kämpfte für die Anliegen von Kriegsverletzten, Waisen und Witwen.“ Das gleiche wurde dann nach dem Zweiten Weltkrieg fortgeführt, als Not- und Solidargemeinschaft für die von der Gesellschaft Vergessenen. Damals wie heute geht es um soziale Anliegen, um Probleme bei der finanziellen Versorgung, um Rentengeschichten, gesundheitliche Aspekte oder einfach um den Antrag für einen Behindertenausweis.

Weiterhin geht es beim Sozialverband aber auch um andere soziale Anliegen, um die Gemeinschaft. So gibt es mindestens einmal pro Monat eine gemeinsame Aktion. Das kann ein Kegel- oder Spieleabend sein oder auch das gemeinschaftliche Musizieren. Früher gab es auch Ausfahrten und Reisen, aber da habe das Interesse doch etwas nachgelassen, so Bernhard Lobsien. mc

LN

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