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Spedition Bode plant für den E-Highway

Reinfeld Spedition Bode plant für den E-Highway

Auf der A 1 zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck wird 2018 ein revolutionäres Zukunftsprojekt getestet: Die 6,4 Kilometer lange Strecke soll einen E-Highway bekommen. Die SPD-Politikerinnen Bettina Hagedorn und Susanne Danhier informierten sich am Montag bei der Spedition.

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SPD-Politiker zu Gast bei Spedition Bode: Techniker Thomas Bröcker (v.l.), Bürgervorsteher Gerd Herrmann, SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier, Seniorchef Eckhard Bode, SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, Jochen Gehrke und Rolf-Jürgen Hanf sowie Geschäftsführer Nils Grube.

Quelle: MATZEN

Reinfeld.  Aus diesem Anlass statteten die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn und die SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier der Spedition Bode gestern einen Besuch ab. Das Reinfelder Transport- und Logistik-Unternehmen wurde als Praxispartner für das Pilotprojekt des Bundesumweltministeriums ausgewählt.

Nach einem Rundgang über das Firmengelände und einer Filmpräsentation über die Geschichte des Unternehmens zeigten sich die Politikerinnen beeindruckt von der Unternehmensphilosophie. „Sie waren Ihrer Zeit immer schon voraus. Ob in Sachen Energie und Ökologie, aber auch in sozialen Bereichen. Das findet man ja kaum noch“, staunte Bettina Hagedorn. „Wir sind ein Familienunternehmen. Wir haben einmal unsere Existenz verloren – nach dem Krieg auf Rügen“, erläuterte Seniorchef Eckhard Bode. „Noch einmal wollen wir nicht die Segel zu streichen, das kommt für uns nicht in die Tüte.“ Deshalb setze die Spedition auf soziale Verantwortung, Qualität und Innovation, um auch in Zukunft bestehen zu können.

„Viele denken, die Elektro-Autobahn sei nur ein PR-Gag und wir machen das nur, um Publicity zu bekommen. Aber das stimmt nicht. Wir verstehen das als Chance, um den Verbrauch von Diesel zu mindern“, sagte Bode-Geschäftsführer Nils Grube. Laut Prognosen werde der Schwerlastverkehr bis 2030 um 30 bis 40 Prozent in der EU ansteigen. „Wenn wir die Pariser Vorgaben für die Schadstoffemissionen einhalten wollen, müssen wir alle was dafür tun“, so Bode. Auf Strom zu setzen, dafür sei Schleswig-Holstein mit seinem hohen Anteil an erneuerbaren Energien geradezu prädestiniert. Abzuwarten, bis die Fahrzeug-Hersteller Verbrauch und Emissionen minderten, sei hingegen keine Alternative.

Mit einem oder gar mehreren E-Brummis, die mit Batterien und Stromabnehmern ausgestattet werden, will die Spedition auf der Teststrecke in Betrieb gehen. „Wir sind mit dem Hersteller Scania im Gespräch. Die haben Hybridfahrzeuge mit 360 PS im Einsatz. Wir rechnen damit, dass wir die 25 Kilometer lange Strecke zwischen Reinfeld und den Häfen und Terminals in Lübeck nur mit Batterien komplett ohne Diesel fahren können“, so Grube. Das ist auch Ziel des Umweltministeriums, dass die Lkw-Umläufe zwischen Reinfeld und dem Lübecker Hafen künftig ausschließlich elektrisch fahren.

„Das wird enorm zur Luftreinheit beitragen“, so Hagedorn. 14 Millionen Euro kostet der E-Highway für Lkw in beide Fahrtrichtungen. Das Projekt wird komplett mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt gefördert. Auch die Spedition Bode greift für den Klimaschutz tief in die Tasche. „Eine viertel Million Euro kostet ein Elektro-Lkw“, so Bode. Das sei das Dreifache eines normalen Brummis.

Lärmschutz an der A 1: Ortstermin in Hamberge mit Verkehrsminister Meyer

Das Thema Lärmschutz kam bei dem Treffen zur Sprache. „Wenn die Bagger anrollen, könnte man doch im gleichen Atemzug den Lärmschutz für Hamberge mitmachen“, schlug Eckhard Bode vor. Das habe man den Bürgern schließlich schon vor 30 Jahren versprochen. Denn wenn erst die Teststrecke installiert sei, gebe es wohl keine Möglichkeit mehr, befürchtete Bode. Bettina Hagedorn: „Ich habe gehört, dass Verkehrsminister Reinhard Meyer einen Ortstermin vereinbart hat. Ich gehe davon aus, dass er verantwortlich genug ist, die richtige Entscheidung zu treffen. Alles andere wäre ein Schildbürgerstreich.“

 Britta Matzen

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