Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Spende für das JAW: Mit dem neuen Rad zum Praktikum
Lokales Stormarn Spende für das JAW: Mit dem neuen Rad zum Praktikum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:59 12.10.2017
Neue Räder für das Jugendaufbauwerk Stormarn in Bad Oldesloe: Detlev Hinselmann (WAS) bei der offiziellen Übergabe an Ausbildungsleiterin Amelie Brakel, Hauswirtschafts-Azubis, Jessica Förster, Jasmin Wettern und Marleen Wünsche sowie JAW-Chef Marcus Krause (v. l.). Quelle: Foto: Materne
Anzeige
Bad Oldesloe

Insgesamt betreut das Jugendaufbauwerk (JAW) der Kreishandwerkerschaft Stormarn 750 Jugendliche im Kreis. „Davon sind 500 an den Schulen und zirka 250 bei uns in unterschiedlichen Maßnahmen“, erklärt JAW-Geschäftsführer Marcus Krause. Zum Beispiel in der Berufsvorbereitung, in der verschiedene Praktika geleistet werden müssen. Ein Jugendlicher aus Bad Oldesloe, der nun zwei Wochen lang pünktlich 7 Uhr zu einem Handwerksbetrieb nach Rethwischfeld muss, könnte Schwierigkeiten haben, eine passende Busverbindung zu finden. Dafür könnte sich der junge Mann oder die junge Frau nun eines der sechs neuen Räder ausleihen, skizziert Krause die Einsatzmöglichkeit der Fahrräder. „Es ist aber auch möglich, dass sich die Jugendlichen ein Rad ausleihen für zwei Wochen, um von ihrem Heimatort aus zum Praktikumsbetrieb zu fahren.“ Etwa von Reinfeld nach Zarpen.

Dafür müssten sich die Jugendlichen lediglich zwei Tage vor dem Ausleihtermin melden, dann erhielten sie das Rad plus Helm und Schloss. Auch das Zubehör wurde von der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) gesponsert. Für 3600 Euro. „Die WAS ist dieses Jahr 60 geworden“, berichtet WAS-Geschäftsführer Detlev Hinselmann bei der offiziellen Übergabe der Räder diese Woche.

Gefeiert wurde mit 120 Gästen in der Kreisverwaltung. „Als Jubilar haben wir unsere Gäste gebeten für dieses Projekt zu spenden als Geschenk.“ Dieser Bitte wurde „sehr, sehr gut nachgekommen“.

Die WAS ist kreisweit aktiv, entwickelt an zwölf Standorten Gewerbegebiete. „Jugend ist ein Thema für uns“, sagt Hinselmann. Man habe ein Interesse daran, öffentliche Einrichtungen wie das JAW zu fördern. Die Räder seien sinnvoll für die tägliche Arbeit der jungen Leute, somit komme die Spende auch wieder der Wirtschaft zugute, betont der WAS-Chef.

Seit einigen Wochen sind die sechs Räder im einheitlichen Look in Betrieb und wurden auch schon benutzt für erste Ausflüge der Klassen. „Das Feedback ist durchweg positiv“, sagt Marcus Krause.

Ausbilderin Amelie Brakel ist ein Fan der Räder. „Ich hatte schon vor zwei Jahren angeregt, Räder anzuschaffen“, sagt sie. Mit ihrem Hauswirtschaftskurs etwa gehe es häufig um Warenkunde. „Wir gehen auf den Markt und Einkaufen.“ Das JAW an der Ratzeburger Straße ist gut einen Kilometer entfernt vom Marktplatz. „Zu Fuß ist das schon immer eine Strecke“, sagt sie. Mit dem Rad geht das alles natürlich deutlich schneller.

Das Jugendaufbauwerk hat bereits einige Erfahrung mit der Benutzung von Rädern im Betrieb. Vor dem Gebäude stehen zahlreiche Fahrradboxen, in denen nun auch die neuen Velos sicher untergebracht sind.

„Schon immer haben wir Fahrräder gehabt“, sagt Marcus Krause. Die Mitarbeiter etwa nutzten die Zweiräder gern, um zu den Schulen zu fahren, an denen sie mit Jugendlichen arbeiten. Auch für die jungen Leute habe man bereits in der Vergangenheit einige Räder günstig aus Versteigerungen erworben und verkehrstüchtig gemacht. Dass die Jugendlichen nun aber ihre eigenen nigelnagelneuen Räder haben im einheitlichen Look sei auch eine höhere Wertschätzung für sie.

Von Nadine Materne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Johannes-Gutenberg-Schule in Bargteheide lädt alle interessierten Eltern am Freitag, den 3. November, von 16 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Grundschule ein.

12.10.2017

Nach Maßgabe der neuen Landesregierung ist es den Schulen künftig freigestellt, das Abitur nach zwölf oder 13 Schuljahren anzubieten.

12.10.2017

Achtung, Vollsperrung in den Herbstferien: Die Stadt Ahrensburg wird auf der Strecke Lübecker Straße, Am Alten Markt und Große Straße zwischen Woldenhorn und der ...

12.10.2017
Anzeige