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Stormarn St.-Adolf-Stift in Reinbek baut die Notfallversorgung aus
Lokales Stormarn St.-Adolf-Stift in Reinbek baut die Notfallversorgung aus
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22:28 25.08.2017
Am Empfangstresen stehen (v. l.) Björn Pestinger, Alexandra Carow, die stellvertretende Pflegedirektorin Angela Ahrens, Danny Augustin, Prof. Dr. Stefan Jäckle sowie Dr. Mathias Mühlhäuser. Quelle: Foto: Hfr
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Reinbek

Dafür hat die Klinik Anfang August eine sogenannte „prae-ZNA“ (Zentrale Notaufnahme) eingerichtet – als Vorstufe der bereits geplanten großen Zentralen Notaufnahme, deren Bau im Patientengarten im nächsten Jahr startet und bis 2020 fertig sein soll. Krankenhaus-Geschäftsführer Björn Pestinger erklärt: „Wir haben gesehen, dass wir in den bestehenden Räumlichkeiten bei steigenden Patientenzahlen den Neubau nicht abwarten können. Also haben wir die Möglichkeiten im Haus geprüft und uns für diese Interims-Lösung entschieden.“

Während 2006 in den beiden Notaufnahmen 22186 Patienten behandelt wurden, waren es 2016 insgesamt 27 229. Das ist eine Steigerung um 22,7 Prozent in zehn Jahren. Für die prae-ZNA wurde die bisherige Chirurgische Ambulanz im laufenden Betrieb umgebaut und um vier Plätze erweitert.

Professor Stefan Jäckle, Ärztlicher Direktor, sagt: „Im Herzen des St.-Adolf-Stiftes direkt neben dem Empfang stehen seit Anfang des Monats nun insgesamt zwölf Behandlungsplätze für alle Notfälle zur Verfügung, sei es für Menschen mit Herzbeschwerden, starken ungeklärten Bauchschmerzen oder nach einem Unfall.“ Ein Team aus Internisten, Chirurgen und weiteren Fachärzten sowie speziell geschulten Pflegekräften betreut alle Notfälle, die durch Rettungsfahrzeuge gebracht werden oder eigenständig kommen.

Durch das neue Konzept wurden neben den Räumlichkeiten auch Abläufe optimiert: Die Oberärzte Danny Augustin und Dr. Mathias Mühlhäuser leiten nun gemeinsam ein großes Team, das aus zwei Abteilungen zusammengefügt wurde.

Bislang haben Internisten und Chirurgen nur punktuell zusammen gearbeitet, wenn unklar war, was Ursache der bestehenden Symptome war. Jetzt sichtet das fachübergreifende Team alle Patienten innerhalb kürzester Zeit, legt nach einem international anerkannten Prinzip die medizinische Behandlungsdringlichkeit fest und kann gegebenenfalls erste Maßnahmen einleiten.

Diese sogenannte Manchester Triage ist ein weltweit genutztes System, das sicherstellt, dass lebensbedrohliche Erkrankungen sofort erkannt und behandelt werden können, auch wenn in der Notaufnahme eines Krankenhauses ein hohes Patientenaufkommen herrscht.

Dr. Mühlhäuser: „Wir versprechen uns für die Patienten eine viel zügigere Behandlung bei höherer Fachkompetenz, da wir eben interdisziplinär arbeiten und denken.“ Die stellvertretende Pflegedirektorin Angela Ahrens hat für die prae-ZNA nicht nur zwei Teams aus chirurgischer Ambulanz und internistischer Aufnahmestation zusammengeführt, sondern auch neue Mitarbeiter eingestellt:

Ahrens stellte gleich auch die neue pflegerische Leitung der ZNA vor.

Alexandra Carow war bereits im St. Adolf-Stift tätig, hat dann in mehreren zentralen Notaufnahmen anderer Krankenhäuser Erfahrungen gesammelt und war zuletzt stellvertretende Leitung einer ZNA.

Alexandra Carow: „Ich freue mich auf die spannenden Aufgaben und werde in den nächsten Wochen bei den Abläufen, wo es noch hakt, dann gemeinsam mit meinem neuen Team nachsteuern.“

Der Wartebereich für Patienten mit nicht so dringlichen Beschwerden befindet sich nun im ebenfalls modernisierten Foyer mit Café. Angehörige und Patienten können sich bei amerikanischen Kaffeespezialitäten in einem freundlichen Lounge-Ambiente die Wartezeit versüßen. Die Patienten, die bereits untersucht wurden, erhalten einen Pager, der sie ruft, wenn ihre tatsächliche Behandlung ansteht.

LN

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