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St.-Adolf-Stift wird für 18 Millionen Euro erweitert

Reinbek St.-Adolf-Stift wird für 18 Millionen Euro erweitert

Gebaut werden eine Sterilisierstation, eine Intensivstation sowie eine neue Notaufnahme.

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Stellten gestern die neuen Pläne für das Krankenhaus vor: (v. l.) Michael Schurig und Thomas Jansen (Architekturbüro TSJ aus Lübeck) sowie Heinz Küsel (Technischer Betriebsleiter Krankenhaus) und Lothar Obst (Geschäftsführer St.-Adolf-Stift).

Quelle: Fotos: K. Kuhlmann-Schultz

Reinbek. Baumaßnahmen hat es schon viele gegeben im Krankenhaus St.-Adolf-Stift in Reinbek. Unter anderem wurden der OP-Bereich erweitert und die Geburtshilfe umgebaut.

Aber was jetzt kommt, ist die größte Maßnahme in der 130 Jahre währenden Geschichte des katholischen Krankenhauses: Für 18 Millionen Euro startet im kommenden Jahr ein dreiteiliger Ausbau, der 2020 abgeschlossen sein soll. Das Land Schleswig-Holstein trägt davon neun Millionen Euro — davon 4,5 Millionen Euro aus Krankenhausbaumitteln und 4,5 Millionen Euro aus Fördermitteln für Geräteanschaffungen. Die Klinik finanziert ebenfalls neun Millionen Euro.

Es entsteht als erstes eine neue Zentralsterilisation, parallel werden Intensivstation und Aufwachraum erweitert. Im zweiten Bauabschnitt wird eine Überwachungsstation oberhalb der Eingangshalle angebaut und im dritten Abschnitt wird die Zentrale Notaufnahme verlegt. Sie entsteht im südlichen Patientengarten, der dafür verkleinert wird. Die Verlegung hat den Vorteil, dass Notfallpatienten in unmittelbarer Nähe zur Radiologie eingeliefert werden.

Mit diesen großen baulichen Veränderungen, so Geschäftsführer Lothar Obst, „können wir sowohl die operativen Leistungen als auch die internistische Versorgung und insbesondere die Notfallmedizin für die Patienten deutlich verbessern“. Die neue Zentralsterilisation sei eine Folge des Ausbaus der Operationsabteilung. Wurden 2008 insgesamt 4855 Operationen vorgenommen, verzeichnete die Klinik 2014 bereits 6358 Eingriffe. Entsprechend stiegen auch die so genannten Sterilisationseinheiten von 27000 bis jetzt 30000. Obst: „Die logische Konsequenz ist also die Erhöhung der Dimensionierung der Zentralsterilisation.“ Mit dieser Erweiterung einher geht auch der Bau eines neuen Aufwachraumes. Statt bisher sechs können künftig 14 Personen nach einem Eingriff überwacht werden, bevor sie wieder auf Station kommen.

Durch die zweite Baumaßnahme entsteht die Intermediate Care Überwachungsstation (IMC). Dafür entsteht ein neues Stockwerk direkt über dem Eingangsbereich. Die Station versteht sich als Alternative für Patienten zur Intensivstation, acht Betten werden hier untergebracht. Die IMC ist für Menschen gedacht deren Erkrankung einen hohen Überwachungs- und Betreuungsaufwand verursacht, die aber nicht intensivpflichtig sind. „Beispielsweise Herzinfarktpatienten oder Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darmtraktes können wir nach einer Operation in den neuen Räumlichkeiten adäquat weiterversorgen, ohne gleich die Intensivstation zu belasten“, erklärt Architekt Thomas Jansen vom Lübecker Büro TSJ.

Es arbeitet seit mehr als 20 Jahren für das St.-Adolf-Stift. „Hier wird mit den Nutzern entschieden. Das ist selten“, betont e Jansen. So wurde auch die Entscheidung, die Zentrale Notaufnahme in einen Teil des ehemaligen Klostergarten zu verlegen, gemeinsam erarbeitet. „Wir werden einen Teil des Gartens verlieren“, so Lothar Obst. Aber der Gewinn ist: Die Notaufnahme liegt in unmittelbarer Nähe zur Radiologie. „In der neuen Zentralen Notaufnahme kann ein interdisziplinäres Behandlerteam mit modernster Medizintechnik lebensbedrohliche Notfälle zeitnah und adäquat versorgen“, unterstreicht Architekt Michael Schurig. Bis zur Einweihung dieses dritten Bauabschnittes bleibt die internistische Notaufnahme im ersten Stock der Klink und die chirurgische Notaufnahme im Erdgeschoss.

In Reinbek ist nach dem Bau vor dem Bau. Wenn der dritte Bauabschnitt fertig ist, können sich die Klinikbetreiber eine Erweiterung des Bettenhauses vorstellen.

Lange Tradition
Durch die Erweiterung soll auch mehr Personal eingestellt werden, erklärte Geschäftsführer Lothar Obst. Allein in den vergangenen Jahren konnten 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die Arztstellen haben sich von einst 48 auf 107 mehr als verdoppelt. In 2014 wurden erstmals mehr als 17000 Patienten versorgt.



In seiner 130-jährigen Geschichte hat das St.-Adolf-Stift etwa 70 Millionen Euro in die bauliche und medizintechnische Erweiterung investiert. 40 Million Euro davon waren Eigenmittel, 30 Millionen Euro Fördermittel.

K.Kuhlmann-Schultz

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