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St.-Jürgen-Hospital: Ex-Bewohner kommt nicht an seine Rente

Bad Oldesloe St.-Jürgen-Hospital: Ex-Bewohner kommt nicht an seine Rente

Rentenkasse zahlte Beiträge auf Konto der Oldesloer Stiftung – Geld ist erstmal weg.

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Gerd-Dieter Rohde mit Lotti Scheffel im neuen Sülfelder Heim.

Bad Oldesloe. St.-Jürgen-Hospital – ein Drama und kein Ende. Erst musste das Oldesloer Pflegeheim innerhalb weniger Wochen geräumt werden. Jetzt scheint das soziale Netz, das die Ex-Bewohner der Einrichtung unterstützen soll, löchrig zu werden. Diesen Eindruck hat zumindest Willi Rohde als Angehöriger eines Betroffenen.

„Was bis dato gelaufen ist, das ist unter aller Kanone. So geht man mit alten Menschen nicht um“, schimpft Willi Rohde. Mit 2442,08 Euro stehe sein Vater Gerd-Dieter Rohde in seiner neuen Unterkunft, dem Alten- und Pflegeheim Am Bestetal in Sülfeld, in der Kreide. Warum? „Weil das Kreissozialamt nicht zahlt, und weil die Rentenkasse die Rente meines Vaters nicht nur für Juli, sondern auch für August fälschlicherweise auf das Sparkassenkonto von St. Jürgen überwiesen hat.“

Die Einrichtung St. Jürgen kennt Willi Rohde schon lange. „Meine Mutter hat dort gelebt. Als sie 2005 starb, habe ich meinen Vater auch dort untergebracht. Die Mitarbeiter haben sich immer rührend gekümmert. Bis zuletzt.“ Als bekannt wurde, dass die Bewohner innerhalb von drei Wochen ausziehen mussten, hätten sich Tamara Schander und Hauke Schuler von der Pflegedienstleitung gleich ans Telefon gehängt und sich um ein neues Zuhause für die alten Menschen bemüht. „Sie wussten um die Befindlichkeiten jedes Einzelnen und haben versucht, genau was Passendes zu finden. Respekt, dass die sich so eingesetzt haben“, so der 58-Jährige. So habe sich sein Vater im Laufe der Jahre mit einer anderen Bewohnerin angefreundet. „Die Zwei sind ein Herz und eine Seele. Ich bin dankbar, dass es der Pflegeleitung gelungen ist, die beiden in Sülfeld unterzubringen.“

Auch gegen den Vorstand hegt Willi Rohde keinen Groll. „Ich unterstelle niemandem vom Vorstand etwas Schlechtes. Im Gegenteil. Ich bin immer gut informiert worden und habe Verständnis für die Situation. Dem Vorsitzenden Rainer Fehrmann habe ich auch angesehen, wie nahe ihm alles ging.“

Doch jetzt fühlt sich Rohde von den Behörden im Stich gelassen. „Mein Vater hat keine eigenen Mittel. Ihm stehen ihm monatlich 109,08 Euro Taschengeld vom Kreissozialamt zu.“ Doch jetzt werte das Sozialamt den Wechsel als Neuantrag. Bei Neuanträgen sei man im Rückstand und arbeite derzeit Fälle von 2014 auf, habe ein Sachbearbeiter ihm erklärt. Er müsse Geduld aufbringen.

„Es kommt aber noch dicker: Die Rente für August in Höhe von 1266,48 Euro wurde von der Rentenkasse fälschlicherweise auf das Sparkassenkonto von St. Jürgen überwiesen“, musste Rohde feststellen. Die Rentenzahlung für Juli in Höhe von 973,09 Euro wurde wegen der Insolvenz von der Stiftung einbehalten. So konnte Rohde die Forderungen des neuen Heimes für Juli und August in Höhe von 2442,08 Euro nicht begleichen. „Dabei hatte ich die Rentenkasse gleich am 30. Juni informiert, dass sie die Zahlung ab sofort nicht mehr auf das Konto von St. Jürgen, sondern auf das meines Vaters überweisen sollen. Bis heute habe ich keine Antwort.“

Am 18. August setzte Willy Rohde ein weiteres Schreiben an die Rentenkasse auf: „Wenn die Rentenzahlung für August 2016 nicht umgehend auf das Konto meines Vater eingezahlt wird, sitzt mein Vater auf der Straße, da die Einrichtung das fehlende Geld einfordert.“ Auch hierauf erfolgte keine Reaktion vom Versicherungsträger. Auf der Straße sitzt sein 87-jähriger Vater noch nicht. „Gott sei Dank hat die Einrichtung in Sülfeld Verständnis für die Situation.“ Sollten die Behörden nicht bald tätig werden, sieht Willy Rohde keinen Ausweg, als Klage einzureichen.

 Britta Matzen

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