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Stormarn Städtepartnerschaft mit Jifna soll ausgebaut werden
Lokales Stormarn Städtepartnerschaft mit Jifna soll ausgebaut werden
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20:10 16.10.2015
Hartmut Jokisch war sowohl in Beer Yaacov als auch in Jifna und hat dort viele Kontakte.
Bad Oldesloe

Noch ist sie nicht unter Dach und Fach, und sie ist umstritten: die Städtepartnerschaft von Bad Oldesloe mit Jifna in Palästina. Bad Oldesloe ist die einzige Stadt in Schleswig-Holstein, die nach der Unterzeichnung des Vertrages im November Partnerstädte sowohl in Israel als auch in Palästina haben wird.

„Ich habe dabei Bauchschmerzen“, sagte Tassilo von Bary, als sich die Stadtverordneten im Januar mit einer knappen Mehrheit für eine Städtepartnerschaft mit Jifna aussprachen. „Es könnte sein, dass mein Kollege im israelischen Beer Yaacov die Partnerschaft mit Bad Oldesloe deswegen beendet.“ Bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag wurde der Bürgermeister aufgefordert, das „Memorandum of Understanding“ (MoP) zu unterzeichnen, um die Städtepartnerschaft mit Jifna zu stärken.

Hartmut Jokisch (Grüne), Initiator der Städtepartnerschaft und Mitglied des Freundeskreises Beer Yaacov/Jifna, durfte den Oldesloer Stadtverordneten erläutern, was hinter dem MoP steckt. „Das Memorandum ist eine Willenserklärung, dass man die Partnerschaft stärken will — ohne finanzielle Verpflichtungen.“ Im Gegenteil: Nach der Unterzeichnung würde die Engagement Global GmbH, die im Auftrag der Bundesregierung arbeitet, der Stadt Bad Oldesloe Unterstützung anbieten für Arbeitstreffen, Workshops und Konferenzen der deutschen und palästinensischen Städtepartner. „Jifna ist eine christliche Stadt in Palästina, hat einen christlichen Bürgermeister. Ich bitte Sie, unterstützen Sie den christlichen Bürgermeister in Palästina — der hat es schwer genug“, lautete Jokischs dringlicher Appell an die Stadt.

Horst Möller (CDU) erinnerte daran, dass seine Partei der Städtepartnerschaft mit Jifna nicht zugestimmt habe. „Mit weiteren Aktivitäten würden wir deshalb warten, bis der Vertrag unterzeichnet ist.

Möller beantragte eine Vertagung, kam damit aber nicht durch.

Auch Bürgermeister von Bary äußerte Bedenken gegen die MoP-Unterzeichnung. „Welche Mitarbeiter soll ich zum jetzigen Zeitpunkt zu Workshops irgendwo in Deutschland oder in die palästinensischen Gebiete schicken?“ Der Antrag auf Unterzeichnung kam dennoch durch.

B. Matzen

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