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Stormarn Stapelfelder Mord-Prozess: Justiz unter Zeitdruck
Lokales Stormarn Stapelfelder Mord-Prozess: Justiz unter Zeitdruck
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20:18 18.12.2015

Denkbar kurz war gestern der Auftakt zum Verfahren gegen einen 23-jährigen ehemaligen Arbeiter der Müllverbrennungsanlage von Stapelfeld.

Allein die Anklagevorschrift wurde verlesen. Die Erste Große Strafkammer hatte im Anschluss eine andere Bluttat zu verhandeln. Der Grund für die Kürze des ersten Termins könnte in der Gesetzeslage begründet liegen. Danach darf niemand länger als ein halbes Jahr festgehalten werden, wenn das Verfahren nicht bis dahin begonnen wurde. Eine Fortdauer über sechs Monate darf nur erfolgen, wenn die Ermittlungen besonders schwierig oder umfangreich sind. Je länger die Untersuchungshaft, desto mehr geraten die Ermittler unter Zeitdruck.

Und exakt vor einem halben Jahr war der Mann in Untersuchungshaft genommen worden. Er soll am 17. Juni in der Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld, in der er beschäftigt war, seinem Vorgesetzten (59) in Tötungsabsicht eine sogenannte Schlackegabel — eine vierzackige Metallforke — in das Gesicht gerammt zu haben.

Die Schlackegabel, die der Angeklagte im Schädel des Opfers stecken ließ, musste durch eine Notoperation entfernt werden. Zwar konnten die Ärzte sein Leben retten, doch der 59-Jährige wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit schwersten Hirnschädigungen zu rechnen haben. Nach der Tat rannte der Täter davon. Auf der Flucht soll der damals 22-Jährige zwei Autofahrerinnen bedroht und den Wagen einer der Frauen gestohlen haben. In Hamburg wurde er wenig später festgenommen. Seit dem 18. Juni befindet sich der Mann in Untersuchungshaft.

Die Anklage lautet auf versuchten Mord und schweren Raub. Das Verfahren wird am 11. Januar fortgesetzt. 27 Zeugen sind zu sechs Verhandlungstagen geladen. ukk

LN

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