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Stormarn Startschuss für den Bau des Öko-Stadtteils in Bargteheide
Lokales Stormarn Startschuss für den Bau des Öko-Stadtteils in Bargteheide
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22:11 16.06.2017
Stefan Lohmeier, Tanja Christoff und Birte Kruse-Gobrecht (r.) präsentierten den Entwurf zum Ökostadtteil. Quelle: Foto: B.albrod
Bargteheide

Ein gemeinsamer Dorfplatz, Gemeinschaftsanlagen wie Grillplatz, Gemeinschaftsräume, Fahrradwerkstatt, Fallobstwiese, Gästeappartements oder Gemeinschaftsgarten unterstreichen den Charakter eines eigenen Dorfes. Wohnungen sollen in Form von Mietwohnungen, Erbpacht und Baugemeinschaft angeboten werden. Eine Jury aus Bargteheides Politik und Verwaltung hat als Träger des Projekts die Raiffeisenbank Bargteheide ausgewählt, die von dem Unternehmen Conplan bei der Ausführung begleitet wird.

Vorstellung des Projekts

Das Projekt wird am Donnerstag,

22. Juni, um 18.30 Uhr im Bargteheider Ratssaal im Rahmen der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses öffentlich vorgestellt. In der Raiffeisenbank Bargteheide gibt es Pläne und Informationen, im Internet unter www.am-krögen.de.

„Das ist ein herausragendes Projekt für die Stadt“, erklärte Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht (parteilos) bei der Präsentation des Projekts. „Die Jury hat sich einstimmig entschieden.“

Klimaschutz und Bezahlbarkeit von Wohnraum hätten ganz oben bei den Anforderungen gestanden.

Aufgeteilt ist das Gelände in drei Baufenster, auf denen je zu einem Drittel Erbpacht-Häuser, Mietwohnungen und Bebauung durch eine Baugemeinschaft vorgesehen ist. „Bei einer Baugemeinschaft schließen sich die künftigen Bauherren zu einer Gemeinschaft zusammen, die bei der Gestaltung des Wohnraums und des Wohnumfelds zusammenarbeitet“, erläuterte Tanja Christoff von der Projektentwicklung. Vorgesehen sind insgesamt 95 Wohneinheiten abwechslungsreicher Haustypen vom Doppelhaus über Reihenhäuser bis zu Mehrfamilienhäusern mit Wohnungen zwischen 40 und 140 Quadratmetern. Dazu kommen zwei Tiefgaragen sowie Stellplätze im Gelände.

„Zwischen den Häusern gibt es viele offene Räume“, ergänzt Stefan Lohmeier von der Raiffeisenbank Bargteheide. Die Bank wird zum künftigen Vermieter der Wohnungen und bietet auch das Bauen in Erbpacht an. Dabei, so Lohmeier, miete der Bauherr ein Grundstück, das er mit einem Eigenheim bebaue. „Das hat den Vorteil, dass er nicht so viel Kapital braucht, weil er das Grundstück nicht mitkaufen muss.“ Dazu gebe es einen „Kinderbonus“, bei dem je nach Zahl der Kinder ein Teil der Pacht erlassen werde. Die Häuser sollen zweigeschossig mit ausgebautem Dach sein, auch die Mehrfamilienhäuser sollten nicht höher werden. Solarthermiekollektoren, Gründächer und Photovoltaik sollen ökologische Aspekte verstärken und regenerativen Strom erzeugen.

Die Baugemeinschaft bildet eine Planungsgemeinschaft, die als Bauherr auftritt. Für sie stehen 35 Wohneinheiten zur Verfügung. Interessenten gebe es bereits, die 3500 Mitglieder der Raiffeisenbank-Genossenschaft würden bei Interesse bevorzugt bedacht. Alle Gebäude sollen nach dem KfW 40 plus Standard gebaut werden, die Wohnungen sollen bezahlbar bleiben. Die Erschließung des Grundstücks erfolgt durch die Stadt, die auch den dazu gehörigen Bebauungsplan verabschieden muss. In einem Jahr kann mit dem Bau begonnen werden.

 Bettina Albrod

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