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Stormarn Statt Laden und Dienstleister kommt nun ein Pflegezentrum
Lokales Stormarn Statt Laden und Dienstleister kommt nun ein Pflegezentrum
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18:17 25.05.2016
Projektleiter Detlev Jaskolski legte selbst Hand an am Tag, als der Bagger mit Maik Pittermann am Steuer anrückte. Quelle: Uwe Krog/cg–bild: Architekt

Erst steckten sie Pflöcke in den Boden, um den Grundriss zu markieren, dann riss Baggerfahrer Maik Pittermann Wurzeln und Gestrüpp aus dem Boden. In den nächsten Tagen wird Schotter zur Bodenverdichtung geliefert. Der Bau für ein Betreuungszentrum mit Wohnungen neben dem Reinfelder Rathaus hat begonnen.

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Der brummende Bagger in der Baugrube am Rathaus klingt vielen Reinfeldern wie Musik in den Ohren – Aber wie geht es dort weiter mit dem Fahrstuhl hoch in die Innenstadt?.

„Wir sind erleichtert. Ein Schandfleck verschwindet.“Lorenz Hartwig, CDU

Diesmal konnte Projektleiter Detlev Jaskolski seine Terminzusage wahr machen: „In vier bis sechs Wochen ist Baubeginn in der Grube an der Paul-von-Schoenaich-Straße.“ Was ursprünglich in der Ägide des früheren Bürgermeisters Gerhard Horn als Dienstleistungszentrum mit edlen Eigentumswohnungen zur Belebung der westlichen Innenstadtseite gedacht war, soll nun der Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen dienen. Laut Bauleiter würde der Investor die Wohnungen vermieten, die Lübecker Diakonie würde die Betreuung übernehmen. „Wir bleiben die Eigentümer des Komplexes.“

Noch in den Nächten zuvor hatten Regenfälle den Boden in der knapp über der Wasserlinie des Herrenteiches gelegenen Baugrube wieder aufgeweicht. Es ist seine lehmige Konsistenz, die dieses Vorhaben teuer und kompliziert macht. „Eine Herausforderung“, sagt der Diplom-Ingenieur. Der Schotter zur Bodenverdichtung, „den es in dieser Gegend nicht gibt“, muss von weit her angekarrt werden. 108 Pfähle aus Beton mit einem Durchmesser von jeweils 50 bis 55 Zentimeter werden gebohrt. Bis zu 17 Meter tief. Sie müssen ein Gewicht von einer Tonnenzahl in mehrfach sechsstelliger Höhe tragen.

Und den Reinfeldern fällt ein Mühlenstein vom Herzen. Christdemokrat und Bauausschussvorsitzender Lorenz Hartwig: „Wir sind erleichtert. Ein Schandfleck verschwindet.“ Er habe nie daran gezweifelt, dass dieses Bauvorhaben nicht doch irgendwann umgesetzt würde. Leider nur, und da ist er wie Walter Engel von der Wählerinitiative ähnlicher Meinung, werde das ursprüngliche Konzept nicht umgesetzt.

„Denn die alten Leute“, sagt Engel, „brauchen eine Einkaufsmöglichkeit in ihrer Nähe.“ Der nicht ganz ernst gemeinte Traum von einem Park mit Wasserfall an dieser Stelle, den die Initiative nach immer wieder verzögertem Baubeginn propagierte, sei nun aber ausgeträumt. Allerdings will Engel erst an die Vollendung des Neubaus glauben, „wenn Schlüsselübergabe ist“. Und Bürgervorsteher Gerd Herrmann spricht „von dem Tag, auf den ich gewartet habe. Jetzt kann ich beruhigt in den Urlaub fahren.“

Doch Stadtvertreter und Verwaltung müssen neu nachdenken. Nach immer neuen Terminverschiebungen hatten sie sich entschieden, den Fahrstuhl und die Treppen hoch zum Rathaus neben dem neu entstehenden Gebäude unabhängig davon in Eigenregie zu errichten. „Wenn wir nun in einem mit dem Bauherrn abgestimmten Verfahren den Fahrstuhl errichten wollen, müssen wir neu beschließen“, sagt Sozialdemokrat Herrmann. Wichtig sei nur, dass die geplante Abkürzung in die Innenstadt vom Karpfenplatz mit neuer Brücke über den Ablaufgraben des Fischhauses nicht mehr auf halbem Weg an einem Bauzaun ende. Die Brücke trage schon einen Spottnamen. Die „nur so da Brücke“ würden die Reinfelder sagen.

Uwe Krog

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