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Stormarn Stefan Schröder: Über Fußball redet er mit seiner Chefin nicht
Lokales Stormarn Stefan Schröder: Über Fußball redet er mit seiner Chefin nicht
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18:15 29.06.2013
Von Michael Thormählen
Bad Oldesloe

„Ich habe bisher immer gut mit meinen Vorgesetzten zusammengearbeitet. Das waren stets Männer, doch auch mit meiner jetzigen Chefin, mit Dr. Heike Grote-Seifert, gibt es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt Stefan Schröder. Der Pressesprecher der Agentur für Arbeit hat in Bad Oldesloe vielfältige Aufgaben — dazu gehört auch der Job im Vorzimmer der Geschäftsführung.

Der 48-Jährige hat eine klassische Karriere in der Arbeitsverwaltung hingelegt. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete von 1991 an als Arbeitsvermittler zunächst in der Geschäftsstelle in Geesthacht — die liegt zwar im Kreis Herzogtum Lauenburg, doch auch dieser Bereich gehört mit zur Oldesloer Arbeitsagentur. 2002 folgte dann der Wechsel in die Zentrale, wo Stefan Schröder eine Aufgabe im Personalbereich übernahm. Und seit 2007 ist er Pressesprecher und gleichzeitig wichtiger Mitarbeiter im Büro der Geschäftsführerin.

Im zweiten Obergeschoss das großen Gebäudes am Berliner Ring arbeitet Stefan Schröder in Sicht- und Rufweite von Dr. Heike Grote-Seifert. Und das aus gutem Grund: „Ich organisiere Veranstaltungen und stelle auch die Unterlagen für meine Chefin zusammen, die sie für ihre Vorträge oder auch Gespräche benötigt.“ Außerdem müssen die Sitzungen des Verwaltungsrates vorbereitet werden. Nicht zu den besonders beliebten Aufgaben zählt die Bearbeitung von Beschwerden. Außerdem ist Stefan Schröder für die Bearbeitung so genannter anzeigenpflichtiger Entlassungen zuständig — dabei geht es in der Regel darum, wenn größere Unternehmen ganze Abteilungen schließen oder Betriebsteile verlagern wollen und deshalb planen, etliche Mitarbeiter zu entlassen.

Im Laufe der vergangenen fünf Jahre hat sich, so Stefan Schröder, mit der Arbeitsagentur-Chefin eine „ganz hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ entwickelt. Der 48-Jährige hatte bis dahin ausschließlich Männer als Vorgesetzte. „Für mich ist das allerdings vom Geschlecht völlig unabhängig. Es kommt vielmehr auf den Menschen an“, fasst er seine Erfahrungen zusammen.

Ein Chef oder eine Chefin müsse für Argumente offen und für einen anderen Standpunkt zugänglich sein: „Das ist bei Dr. Grote-Seifert der Fall, und ich kann mir gut vorstellen, mit ihr auch die nächsten Jahren weiterhin zusammen zu arbeiten.“ Natürlich käme es auch zu Meinungsverschiedenheiten, die selbst durch eine intensive Diskussion nicht ausgeräumt werden können. Stefan Schröder: „Dann trifft meine Chefin die Entscheidung und hat das letzte Wort. Damit habe ich kein Problem.“ In der Sache sei die Geschäftsführerin verbindlich — da gebe es im Arbeitsalltag keinen Unterschied zu einem Mann.

Eventuell, so der Pressesprecher, gebe es doch eine besondere Note: „Bei Veranstaltungen, zu denen ein Fototermin gehört, fragt mich Dr. Grote-Seifert manches Mal, ob ihr Halstuch gerade ist und ob es überhaupt passt.“

Die Oldesloer Agentur gehört bundesweit zu den eher kleineren Einrichtungen. Da geht es oft auch durchaus familiär zu. Und wird über längere Zeit täglich mit einander gearbeitet, dann fallen natürlich auch private Worte. „Ich interessiere mich besonders für Fußball. Doch darüber kann ich mit meiner Chefin nicht reden. Das mache ich dann eben mit anderen Kollegen“, erläutert Stefan Schröder. Heike Grote-Seifert hat vermutlich nicht geahnt, durch welche Höllen ihr Pressesprecher als bekennender HSV-Fan in der abgelaufenen Saison laufen musste. Immerhin hat der Club aus Hamburg eine Spielzeit mit fast wahnsinnigen Höhen und Tiefen hingelegt.

Fußball wird auch nach dem Urlaubsende zwischen ihm und seiner Chefin kein Thema sein. Stefan Schröder bricht am heutigen Sonntag mit seinem Sohn zu einer Reise ins Zillertal auf — und in der Nähe haben auch die Fußballprofis des HSV ein Trainingslager aufgeschlagen. „Ich kann mit Dr. Grote-Seifert nach meiner Rückkehr sicherlich über die Schönheit der Berge in Österreich sprechen“, meint der Pressesprecher.

Michael Thormählen

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