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Stormarn Stefan Wulf aus Badendorf ist neuer Amtsdirektor
Lokales Stormarn Stefan Wulf aus Badendorf ist neuer Amtsdirektor
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21:07 02.09.2016
Badendorfer Stefan Wulf (47)  ist der neue Amtsdirektor von Nordstormarn. Quelle: Uwe Krog
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Reinfeld/Badendorf

Mit dem 47-jährigen Stefan Wulf aus Badendorf hat das Amt Nordstormarn wieder einen Amtsdirektor. Mit großer Mehrheit wurde er am Donnerstagabend von den Mitgliedern des Amtsausschusses gewählt.

Die Nordstormarner wählten den Dezernenten im Kieler Innenministerium mit großer Mehrheit – Vereidigt ist er aber noch nicht.

Die Spannung im Sitzungssaal des Amtsgebäudes am Schiefen Kamp in Reinfeld war riesengroß. In vielen Sitzungen zuvor hatten sich die Nordstormarner Bürgermeister und Funktionsträger zusammengesetzt und sich unter den mehr als 50 Bewerbern auf drei Kandidaten geeinigt.

Bewerbungen, heißt es hinter vorgehaltener Hand, hätten sogar aus Berlin vorgelegen. Namen werden nicht genannt. Schließlich sei die Wahl des hauptamtlichen Direktors von Nordstormarn eine verwaltungsinterne Angelegenheit. Zudem hätten die Arbeitgeber oftmals keine Kenntnis von der Bewerbung ihres Mitarbeiters. Das Bekanntwerden könnte für die unterlegenen Kandidaten negative Folgen haben.

Amtsvorsteher Paul Friedrich Beeck spürte „die Spannung im Raum“, als einer nach dem anderen Bürgermeister in der Wahlkabine im Nebenraum verschwand und seinen Stimmzettel ausfüllte, als die Wahlhelfer Petra Jürß, Birgit Gerritzen und Albert Iken die Wahlurne auskippten und das Auszählen begann.

„Eine kurze, aber knackige Sitzung“ sei das gewesen, resümierte Amtsvorsteher Beeck, nachdem sich der Beifall für den neuen Mann an der Spitze gelegt hatte. Nicht alle waren mit dem Ergebnis zufrieden, das zeigten einige Gesichter und Reaktionen.

Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann allerdings reagierte emotionslos. Er habe schon immer eine engere Zusammenarbeit mit Nordstormarn angestrebt und mit dem Vorgänger Sönke Hansen, der bereits im Juni ausgeschieden war, einen „offenen Stil der Zusammenarbeit gepflegt“. Gerstmann will sich „nun schnell mit Stefan Wulf zusammensetzen“.

Wulf seinerseits, der laut Badendorfs Bürgermeister Volker Brockmann „zu meinen besten Gemeindevertretern gehört“, sieht „eine gut funktionierende Zusammenarbeit des Amtes mit Reinfeld“ voraus, „wenn wir gemeinsame Ziele verfolgen. Das muss sich entwickeln.“ Bei einer Zusammenlegung der Verwaltungen von Stadt und Amt könne er jedoch „keinen Effizienzgewinn“ erkennen. Zwar seien die so genannten Kragenämter oft in der Diskussion, er könne aber nicht sehen, „dass das Innenministerium in die kommunale Selbstverwaltung eingreifen will“.

Bisher als Haushaltsdezernent für die Polizei in der Landesverwaltung tätig, geht es für den Nordstormarner nun darum, wann ihn sein Dienstherr freistellt. „Erst dann kann Stefan Wulf vereidigt werden“, sagte Amtsvorsteher Beeck und dankte dem Barnitzer Bürgermeister Hans-Joachim Schütt und Christina Lehmann aus der Verwaltung, die monatelang den durch Krankheit ausgefallenen ehemaligen Amtsdirektor ersetzt hatten.

Der kommende Mann an der Nordstormarner Verwaltungsspitze will nun erstmal seine Mitarbeiter besser kennenlernen, um „gemeinsam mit ihnen bürgernahe Leistungen zu erbringen“. Seine Erfahrung, hoffe er, werde ihm dabei zu Gute kommen. Das Amt sei eine Herausforderung, „aber ich denke, genau das Richtige für mich.“

Uwe Krog

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