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Stormarn Stimmen zum Abschied
Lokales Stormarn Stimmen zum Abschied
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20:30 21.04.2016

Dr. Henning Görtz (CDU), Nachfolger von Klaus Plöger: „Klaus Plöger hat dem Amt des Landrates des Kreises Stormarn 18 Jahre lang eine besondere Note gegeben. Dabei war er nicht immer unumstritten, der Erfolg seiner Arbeit gibt ihm aber uneingeschränkt Recht. Die buchstäbliche — und von ihm immer gern zitierte — Erfolgsgeschichte unsere Kreises existiert wirklich. Auch im besonderen Umgang aller Akteure miteinander. Dies nennt man ,Stormarner Modell‘ — und dies ist zu einem großen Teil das Werk Klaus Plögers. Diese herausragende Leistung und seine Fähigkeit, Menschen ,zusammenzuschnacken‘ schätze ich an ihm.“

Martin Habersaat, SPD-Landtagsabgeordneter: „Als ich 1998 in Barsbüttel in die SPD eingetreten bin, lief gerade der erste Landratswahlkampf für Klaus Plöger. Bei der Landratsdirektwahl 2003 war ich Mitglied des Wahlkampfteams. Im Laufe der Jahre hatten wir zuweilen auch kontroverse Diskussionen, die aber auch erforderlich sind, wenn man in der Sache vorankommen möchte. Durch seine direkte, zielorientierte Art hat er eine Menge für Stormarn erreicht. Ich würde sofort wieder Wahlkampf für Klaus Plöger machen.“

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager: „Klaus Plöger kenne ich als Landratskollegen seit meinem Dienstantritt in Ostholstein 2001. Besonders zusammengewirkt haben wir beide im Bereich der Sparkasse. Dort hat Klaus Plöger immer besonders darauf geachtet, dass die Stiftungen an den sehr guten Ergebnissen entsprechend auch partizipieren. Mit ihm als Kollegen war es ansonsten nie gerade leicht, aber wenn er etwas zugesagt hatte, wie wir etwas regeln wollten, dann hat er sich sozusagen mit Handschlag-Qualität auch daran gehalten. Das wusste ich immer zu schätzen.“

Birte Kruse-Gobrecht, Gleichstellungsbeauftragte: „ Ich habe Klaus Plöger als offenen, zugewandten aber auch kritischen Menschen kennengelernt. Ich schätze seine Fähigkeit, komplexe Themen auf den Punkt zu bringen und für seine Meinung klare Worte zu finden. Ich habe ihn überwiegend als Unterstützer meiner Arbeit erlebt und im Zweifel meine Schlagfertigkeit trainiert. Dabei ist es mir manchmal schwer gefallen, das ein oder andere Delta zwischen seiner Selbst- und Fremdwahrnehmung auszuhalten. Wünschen würde ich ihm mehr Offenheit für andere Sichtweisen und weniger Schubladendenken.“

Bernd Saxe, Bürgermeister in Lübeck: „Herr Plöger ist ein echter Typ: Kantig, knorrig, bissig. Er hat die Interessen seines Kreises immer mit 120-prozentigem Einsatz vertreten und dabei ,keine Verwandten gekannt‘. Aber man weiß bei ihm immer, woran man ist, er sagt seine Meinung geradeheraus. Dabei kann er auch verletzend sein, aber ich hatte immer den Eindruck, dass er hinter der manchmal aggressiven Fassade auch verletzlich ist. Typen wie er sind in der Politik selten geworden; trotz aller gelegentlicher Scharmützel zwischen uns werde ich ihn und seine Art im Kreis der Verwaltungschefs vermissen.“

Sabine Rautenberg (Grüne): „Klaus Plögers Sympathie für Infrastruktur-Maßnahmen (Gewerbeflächen-Erweiterungen und Straßen) verbunden mit dem Vorrang vor Naturschutz war für uns Grüne nicht einfach. Aber Klaus Plöger hat sich immer für Stormarn eingesetzt und für ein konstruktives Miteinander im Kreistag gesorgt; auch Kolleginnen und Kollegen, die eigentlich mit der Contra-Rolle kokettierten, wurden früher oder später zu einem Teil des Stormarner Modells. Ich werde seine scharfsinnigen Analysen, seine Schlagfertigkeit und seine persönlichen Ratschläge vermissen.“

Heidi Beutin (Die Linke): „Ich schätze an Herrn Plöger die offene Direktheit. Bei Auseinandersetzungen hat er immer versucht, die Wogen zu glätten und eine tragbare Lösung zu finden. Bei sozialen Themen waren wir uns allerdings nie einig. Aber er war nie feige, es lohnte sich immer, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Und, er hat immer eine positive Einstellung gehabt.“

Anja Redepenning, Vorzimmer: „Die zwei Jahre im Vorzimmer von Herrn Plöger haben mir großen Spaß gemacht. Er hat es mir mit seiner lockeren Art leicht gemacht, mich in mein neues Arbeitsfeld einzuarbeiten. Er mochte es, wenn schnell und konzentriert in seinem Vorzimmer gearbeitet wurde.“

LN

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