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Stormarn Stolze Handwerker nahmen den Nachwuchs in ihrer Mitte auf
Lokales Stormarn Stolze Handwerker nahmen den Nachwuchs in ihrer Mitte auf
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21:13 28.09.2016
Obermeister Kay Boysen (l.) schaut zu, als sich Timo Holster in die Handwerksrolle einschreibt.
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Bad Oldesloe

Mit 400 Stühlen hatte die Stormarner Kreishandwwerkerschaft die Stormarnhalle zu einem Festsaal umfunktioniert, an deren Fensterfront fein säuberlich aufgereiht die Laden der einzelnen Innungen neben einer Kerze samt Feuerzeug standen. Die Stimmung war feierlich und so mancher Elternteil musste mit Tränen der Rührung kämpfen, als der eigene Nachwuchs angeführt durch die jeweiligen Obermeister und Ausbilder mit den Auszubildenden des gewählten Handwerksberufes in die Halle einmarschierte. Begleitet wurde der Einmarsch mit stehenden Ovationen der Gäste.

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Auch für die Friseur-Auszubildende Jo-Ann Rieß (16, vorne rechts) ist der Eintrag in die Handwerksrolle ein feierlicher Moment.

Dass eine Einschreibungsfeier nicht nur feierlich, sondern außerdem ganz nach dem Geschmack der jungen Auszubildenden sein kann, zeigte Kreishandwerksmeiter Björn Felder. Herrlich erfrischend kämpfte er mit der verzögerten Wiedergabe über die Lautsprecheranlange, um als Konsequenz ohne Mikro vor die versammelten Eltern, Ausbilder und Vertreter des Handwerks zu treten. Unter ihnen waren zum ersten Mal Landrat Dr. Henning Görtz; und auch Jörg Lembke, der am 4. Oktober seinen Dienst als neuer Bürgerneisterster der Stadt Bad Oldesloe antreten wird, hatte seine erste Zusammenkunft mit der Kreishandwerkerschaft.

„Sie haben eine gute Wahl getroffen“, sagte Björn Felder zu den mehr als 109 anwesenden Auszubildenden. Insgesamt werden im Kreis knapp 200 Handwerks-Azubis ausgebildet. „Ein Meister ist noch nie vom Himmel gefallen. Unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe, mit Beginn der Ausbildung werden die Karten neu gemischt. Ein anschließendes Studium: Für sie ist alles möglich. Mit einer handwerklichen Lehre werden sie überall auf der Welt Arbeit finden“, so Felder, der die Auszubildenden aufforderte, die Bedeutung des Handwerks mit Stolz nach außen zu tragen.

Auch Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, hob die Bedeutung des Handwerks hervor. „Jeder Schüler sollte den für ihn höchstmöglichen Schulabschluss anstreben – auch das Abitur.

Das heißt aber nicht, dass er studieren muss. Die duale Ausbildung steht dem Studium in nichts nach. Der Handwerksmeister ist dem Bachelor gleichgestellt“, so Stapelfeldt. 4270 Ausbildungsverträge seien im Kammerbezirk geschlossen worden, 78 mehr als im Jahr zuvor.

„Jeder hat das Recht auf eine zweite Chance, auch diese Tonanlage“, sagte Landrat Dr. Hennung Görtz, der besonders von der feierlichen Stimmung in der Stormarnhalle angetan war, die Tonanlage dann aber doch lieber sich selbst überließ. Nach ihm griff Luisa Kummerfeld zum Mikrofon, die zusammen mit ihrem „Small Steps“-Mitstreiter Maxi Nessmann und weiteren Musikern für einen Spontanauftritt dabei war.

Drei „I-Pads Pro“ verloste die Kreishandwerkerschaft unter den anwesenden Auszubildenenden. Das Glück war dabei auf der Seite von Vincent Schöne, Niklas Strunck und Lucas Schwarz. Über ein Geldgeschenk der Otto-Löw-Stiftung konnten sich zudem Caspar Hollmann, Simon Szelepusa und Carl-Niclas Hoffmann freuen, die ihre Gesellenprüfung als Prüfungsbeste mit einer glatten Eins bestanden haben.

Petra Dreu

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